Markus Schinwald für Österreich bei Kunstbiennale

Foto © APA
Der 1973 in Salzburg geborene Markus Schinwald ist der Künstler des Österreich-Beitrags bei der 54. Kunstbiennale in Venedig 2011. Das gab Kuratorin Eva Schlegel am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Anwesenheit von Kulturministerin Schmied bekannt. Die Biennale findet vom 4. Juni bis 27. November unter dem Generalthema "ILLUMInations" statt.
Schinwald, dem im Herbst auch eine große Ausstellung im Linzer Lentos gewidmet ist, wird sich in seiner Arbeit mit dem von Josef Hoffmann 1934 errichteten österreichischen Pavillon auseinandersetzen. "Der Betrachter wird selbst zum Performer, der Pavillon zur geschlossenen Bühne", heißt es in den Presseunterlagen.
"Mein Beitrag ist sehr vielschichtig", erläuterte Schinwald. "Es geht zum einen um eine architektonische Intervention, bei der ich versucht habe, ein gewisses soziales Klima Österreichs mitzureflektieren, zum anderen werden unterschiedliche Arbeiten von mir gezeigt." Auf die Nachfrage, was man sich darunter konkret vorzustellen habe, ob er etwa einen Keller bauen werde, antwortete der Künstler schmunzelnd: "Damit liegen Sie nicht ganz falsch. Ich werde aber kein Loch graben, sondern im Pavillon einen zweiten Grundriss einziehen." Zu erwarten sind also labyrinthähnliche Räume, die gleichzeitig auch als Bühne für neue Arbeiten dienen werden.
Er freue sich sehr über seine Wahl, sagte Schinwald: "Ich hoffe, ich werde diesem anderen Anspruch im Vergleich zu anderen Ausstellungen auch gerecht. Es ist ja ein nationaler Pavillon, der den Österreichern nicht egal ist. (...) Eine nationale Präsentation birgt gewisse Probleme, das ist ganz klar. Ich glaube nicht, dass ich diese Probleme lösen kann."
"Österreich hat ein großes künstlerisches Potenzial. Dementsprechend war meine Shortlist ziemlich lang", schilderte Kommissärin Eva Schlegel ihren Auswahlprozess. "Ich wollte eine besondere künstlerische Komplexität, eine Attraktivität und Erlebbarkeit", schließlich gelte es "nicht nur das Fachpublikum, sondern auch kunstfernere Schichten" zu interessieren. Schinwald sei dafür bestens geeignet. Sie sei "von der Komplexität seiner Arbeiten begeistert: Er verwendet Fotografie, skulpturale Elemente, bildnerische Elemente und Filme, macht installative Arbeiten, und das alles zur gleichen Zeit."















