Peter-Huchel-Preis 2011 für Marion Poschmann
Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an die Autorin Marion Poschmann. Die 1969 in Essen geborene und in Berlin lebende Preisträgerin erhält 10.000 Euro vom Land Baden-Württemberg und Südwestrundfunk (SWR) für ihren Band "Geistersehen". Die Jury würdigte ihr im Suhrkamp-Verlag erschienenes Werk als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2010.
Poschmanns Lyrik überzeuge durch sprachliche Virtuosität und gedankliche Geschlossenheit, begründete die Jury ihre Wahl. Die Spannweite der Gedichte reicht von den Kindheitslandschaften ihrer Heimat im Ruhrgebiet bis zu den Kräuterbüchern des Mittelalters und der bildenden Kunst.
Poschmann studierte Germanistik, Slawistik und Philosophie in Bonn und Berlin. 2002 debütierte sie mit dem Roman "Baden bei Gewitter". Es folgten die Gedichtbände "Verschlossene Kammern" und "Grund zu Schafen". Ihr zweiter Prosaband "Schwarzweißroman" wurde 2005 für den Deutschen Buchpreis nominiert und verschaffte der Autorin im selben Jahr den Literaturpreis Ruhrgebiet.
Der Peter-Huchel-Preis wird seit 1983 für ein herausragendes lyrisches Werk des vergangenen Jahres verliehen. Er erinnert an den Lyriker Peter Huchel, der 1903 in Groß-Lichterfelde bei Berlin geboren wurde und im April 1981 in Staufen im Breisgau starb. Seinem Anspruch und seiner Unbestechlichkeit fühlen sich Preisgeber und die aus sieben unabhängigen Literaturkritikern, -wissenschaftern und Autoren bestehende Jury verpflichtet. Die Auszeichnung wird am 3. April 2011, dem Geburtstag Huchels, in Staufen im Breisgau verliehen. Im vergangenen Jahr ging der Preis an die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker. (Schluss) cig















