"Es kann richtig scheppern"
Bühne frei für die ARGE Talkshow: "Seyffenstein" Rudi Roubineks satirische Diskussionsrunde ersetzt "Dorfers Donnerstalk".

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Welcher Schlingel hat sich denn dieses unglaubliche Toupet ausgedacht?
RUDI ROUBINEK: Ich selbst habe gefunden, dass ein TV-Charakter wie der Conny Moichler nicht glatzert sein kann. Dann hat die Maskenbildnerin zugeschlagen.
Was kann die ARGE Talkshow, was ein übliches Talkformat nicht kann?
ROUBINEK: Es geht um echte Aufregerthemen, sie lauten: "Frauen zurück an den Herd!", "Drogen sind gesund!" oder "Weg mit den Beamten!" Über diese Themen diskutieren Menschen, die dazu eine ausgeprägte Meinung haben. Das wird ihnen durch die Anwesenheit unechter Gesprächspartner erschwert ...
... Gregor Seberg, Dirk Bach und Doris Hindinger in wechselnden Rollen.
ROUBINEK: Ja, das Ensemble ist ein Traum. Alle drei sind sehr gut im Improvisieren und stellen sich perfekt auf ihre Gesprächspartner ein. Und natürlich versorgt ein Autorenteam die Figuren mit passenden Argumenten.
Wie weit sind die echten Gäste da vorab eingeweiht?
ROUBINEK: Gar nicht. Sie wissen, dass sie es mit unechten Gästen zu tun haben, aber sie begegnen einander vor der Sendung nicht. So wird die Diskussion streckenweise richtig ernst. Und dass es richtig scheppert, nehmen wir ja gern in Kauf.
Die Kulisse ist so schaurig schön, dass sie einem fast bekannt vorkommt.
ROUBINEK: Wir drehen im Studio der "Barbara Karlich Show", das hat dafür die perfekte Infrastruktur. Optisch wollte ich Anleihen beim Wirtshaus nehmen. Immerhin hört man die Vorurteile, die manche unserer Diskussionsteilnehmer von sich geben, oft auch am Stammtisch.
Da wird dann die ARGE Talkshow ja zur TV-Kritik?
ROUBINEK: Na ja. Die Sendung bezieht sich eher auf den öffentlichen Diskurs, wie er am Boulevard geführt wird, weniger auf konkrete Fernsehformate.
Lassen sich eigentlich einst gesellschaftspolitisch relevante Themen wie Emanzipation, Drogenpolitik etc. überhaupt nur noch als Satire verhandeln?
ROUBINEK: Das kann ich nicht sagen. Ich höre, der ORF plant ein seriöses Talkformat, das auch auf Konfrontation fußt. Die ARGE Talkshow will in erster Linie unterhalten. Aber es ist schon das Wesen der Satire, dass man nachher drüber nachdenkt, warum man gerade gelacht hat. INTERVIEW: UTE BAUMHACKL
Features
ARGE TALKSHOW
Start: 13. Jänner in der "Donnerstag Nacht". Vorerst sind 10 Folgen geplant, 6 davon sind bereits gedreht.
Thema: "Frauen zurück an den Herd!" Grünen-Chefin Eva Glawischnig und Handball-Trainer Gunnar Prokop diskutieren mit einer Society-Lady, einem ostdeutschen Gastarbeiter und einem steirischen Spenglermeister (Doris Hindinger, Dirk Bach und Gregor Seberg).
Moderator: Rudi Roubinek als volkstümelnder Conny Moichler.















