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    Zuletzt aktualisiert: 03.01.2011 um 12:23 UhrKommentare

    Wiener "Musical-Pionier" Rolf Kutschera wird 95

    Foto © APA

    Er machte das anglo-amerikanische Musical in Wien heimisch und bereitete mit Kassenschlagern wie "My Fair Lady", "Der Mann von La Mancha", "Hello Dolly" oder "Evita" den Boden für den späteren Erfolgszug der damals noch mit Skepsis betrachteten Gattung Musical. Rolf Kutschera, langjähriger Leiter des Theaters an der Wien, feiert am 6. Jänner seinen 95. Geburtstag.

    Während seiner Direktionszeit zwischen 1965 und 1983 zeichnete er für insgesamt 25 Musical-Inszenierungen verantwortlich. Wie turbulent sowohl die Theater- als auch seine Jugendzeit mitunter waren, kann seit September vergangenen Jahres in seinen Memoiren "Glück gehabt" nachgelesen werden.

    Kutschera wurde am 6. Jänner 1916 in Wien-Ottakring geboren. Als sein erstes künstlerisches Erlebnis beschreibt er in seinen Memoiren eine Aufführung von Bertes "Dreimäderlhaus" im Schutzhaus Breitensee. Der ausgebildete Fleischhauer kam als "Claqueur" erstmals mit dem Theater an der Wien in Berührung: "Wer wollte, konnte täglich kommen. Natürlich war ich Stammgast", beschreibt er dieses Erlebnis.

    1938 ging er nach Heidelberg, ein Jahr später nach Linz, und 1940 wurde Kutschera am Wiener Volkstheater engagiert. Als Schauspieler und Regisseur war Kutschera ab 1950 vor allem in Berlin tätig, wo man ihn als "König des Boulevards" bezeichnete. Daneben spielte und inszenierte er auch im Theater in der Josefstadt, im Hamburger Schauspielhaus sowie in Zürich und Stuttgart.

    Von 1965 bis 1983 leitete Kutschera schließlich das Theater an der Wien. Mit einigen Aufführungen, wie beispielsweise der "Gräfin vom Naschmarkt", verlieh Kutschera dem aufstrebenden Genre auch eine Wiener Note. Für seine künstlerischen Verdienste wurde Kutschera, der mit der 2009 verstorbenen Schauspielerin Susanne von Almassy verheiratet war, von der Stadt Wien mehrfach geehrt.

    Quelle: APA

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