Stiftung Mozarteum erwarb Mozart-Autograph
Die Internationale Stiftung Mozarteum hat Anfang Dezember 2010 ein Mozart-Autograph erworben. Bei dem von Mozart im Herbst 1783 beschriebenen Doppelblatt handelt es sich um die Abschrift des Fugen-Finales der Symphonie in D (MH 287) des Salzburger Komponisten Johann Michael Haydn (1737-1806). Die Stiftung hat das Doppelblatt um umgerechnet rund 145.000 Euro bei einer Sotheby's-Auktion ersteigert.
Für Ulrich Leisinger, den wissenschaftlichen Leiter der Stiftung Mozarteum, hat das Autograph, das zuletzt im Jahre 1846 im Handel war, besondere Bedeutung, weil es "deutlich macht, dass Mozart auch nach der Übersiedlung nach Wien nicht mit seiner Heimatstadt gebrochen hat. Mozart hat sich immer für das Musikgeschehen in Salzburg interessiert und daraus wichtige Anregungen für sein eigenes Schaffen gezogen."
Das Doppelblatt stammt aus dem Besitz des Royal College of Organists in London, das die Handschrift seit 1914 verwahrte. In Salzburg wird es voraussichtlich zur Mozartwoche 2011 erstmals präsentiert. Mozarts jüngerer Sohn Franz Xaver (1791-1844) hatte seine Sammlung von etwa 60 Autographen des Vaters dem 1841 gegründeten Dom-Musik-Verein und Mozarteum vermacht, dem unmittelbaren Vorläufer der Stiftung Mozarteum. Warum die Handschrift nicht bereits damals an die Stiftung gelangte, kann nicht mehr ausgemacht werden. Möglicherweise hatte der Mozart-Sohn sie noch zu Lebzeiten an einen Bewunderer seines Vaters als Souvenir verschenkt.














