Neue Kleider der Philharmonikerinnen

Foto © APA
Schwarz, unauffällig, seriös: So erschienen die Philharmonikerinnen bisher zu Konzerten - anders als die Herren jedoch nicht einheitlich. Das soll sich jetzt ändern. Pünktlich vor dem Neujahrskonzert 2011 wurde am Mittwoch in der Kostümabteilung von "Art for Art" die neue "Uniform" der Damen präsentiert.
"Die Idee war, das gesamte Orchester einheitlich auftreten zu lassen", erzählte Philharmoniker Thilo Fechner, der das Projekt vor einem Jahr initiiert hat, der APA am Rande des Fototermins. "Wir haben nun mit den Damen angefangen, bis zum nächsten Neujahrskonzert sind dann alle in tadellosem Zustand."
Eine Konstellation aus einer schwarz-grau gestreiften Nadelstreifhose, einem weißen Hemd, einem an Brusthöhe angesetzten grauen Gelee und einem schwarzen Sakko ist es geworden. Hinter der schlichten Konzertkleidung steht die Modeklasse der Universität für Angewandte Kunst. Der Leiter der Klasse, "Wendy and Jim"-Designer Hermann Fankhauser, hatte einen Wettbewerb initiiert, aus dem der junge Designer Markus Binder als Sieger hervorging. "Vom HM-Kleidentwurf bis zur englischen Königin war alles dabei", so Fechner über die eingereichten Entwürfe. "Geworden ist es nun Markus' Design im Marlene-Dietrich-Stil."
Tatsächlich hatte sich Markus Binder bei seinem sowohl feminine als auch maskuline Modeelemente verbindenden Design von der deutschen Film-Legende inspirieren lassen. "Es ist ein Spiel mit femininen Details, die Schnitte sind leicht angehoben", erzählte Binder im Gespräch mit der APA. "Ich wollte etwas Klassisches, Traditionelles, das trotzdem leicht und zeitlos ist und einen modernen Touch hat." Das Hauptaugenmerk sei trotz allem auf die Einheitlichkeit mit den Herren und die Funktionalität der Kleidung gelegt worden.















