Höhepunkte des Liszt-Jahres 2011 im Burgenland
Den 200. Geburtstag von Franz Liszt feiert das Burgenland 2011 mit einem umfangreichen Konzert- und Ausstellungsprogramm. "Born to be a Superstar" lautet das Motto der "Lisztomania", die rund um den Jubeltag am 22. Oktober ausgerufen wird. Konzentriert sind die Aktivitäten auf den Geburtsort Raiding, wo neben dem Geburtshaus seit 2006 ein neuer Konzertsaal mit vier Festivalterminen pro Jahr steht.
Franz Liszt war als Spieler und Komponist ein Virtuose am Klavier. Im Gedenkjahr würdigen dies nicht nur die Liszt-Intendanten, das Klavierduo Johannes und Eduard Kutrowatz (zum Beispiel bei der Lisztomania-Eröffnung am 27. Jänner), sondern auch zahlreiche Stargäste: So erklingt die bekannte h-Moll-Sonate im Laufe von 2011 gleich dreimal in Raiding: Von Elisabeth Leonskaja (28.1.), Ivo Pogorelich (17.3.) und Arcadi Volodos (am Geburtstag, dem 22.10.).
Schon seit 2010 werkt Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie an der Gesamtaufführung des Liszt'schen Orchesterwerks in der originalen Weimarer Fassung. 2012 soll das Projekt abgeschlossen werden, im Liszt-Jahr selbst kommen alle Symphonischen Dichtungen an vier Terminen in Raiding zur Aufführung. Dem Liederwerk Liszts ist an den vier Festival-Ausgaben ebenfalls ein eigener Zyklus gewidmet.
Dass der Tastenvirtuose Liszt auch als Kirchenmusiker und Organist tätig war und ein 70 Stücke umfassendes Orgelwerk hinterließ, damit beschäftigt sich "Liszt in Lockenhaus" beim traditionellen Orgelfestival. Die Partitur seiner einzigen Oper "Don Sanche, ou le chateau d'amour", die er im Alter von 13 Jahren komponierte, erscheint erstmals in einer kritischen Druckausgabe.
Das Ausstellungsprogramm verteilt sich auf mehrere Schauplätze in chronologisch-biografischer Reihenfolge. Im Liszt-Geburtsthaus Raiding werden die frühen Jahre des Wunderkindes Franz Liszt thematisiert, in der Nachbargemeinde, der Pfarrkirche Unterfrauenhaid, geht es um seine Taufe.
"Lisztomania" nennt sich das Jahresprogramm und greift damit einen von Heinrich Heine geprägten Begriff über die fulminante Konzerttätigkeit Liszts auf. Im Landesmuseum Burgenland wird dem Star-Phänomen, das in der Musik mit Franz Liszt seinen Anfang genommen haben soll, nachgegangen. Im Haydn-Haus werden die Jubilare von 2009 und 2011 parallel als zwei Hofkapellmeister an Fürstenhäusern (Weimar und Eisenstadt) betrachtet.















