Adenauer-Stiftung ehrte Schriftsteller Nooteboom

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Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom hat am Sonntag in Weimar den Literaturpreis 2010 der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten. In seiner Laudatio würdigte der deutsche Bundestagspräsident Lammert (CDU) den 77-Jährigen als glänzenden Schriftsteller von internationalem Rang, leidenschaftlichen Europäer und Humanisten. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.
Nooteboom ("Allerseelen", "Rituale") wurde 1933 in Den Haag geboren und lebt heute in Amsterdam und auf Menorca. Seine Bücher wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Lammert sagte, Nootebooms Werk sei jenseits von Ideologien und verengenden Weltanschauungen. Nooteboom mahnte in seiner Rede, es sei wichtig, "in Zeiten großer Turbulenzen, eines medial angeheizten Nationalismus und von Panikmache bezüglich eines schmelzenden und wieder gefrierenden Euros den wirklichen Ursprung des europäischen Gedankens nicht aus dem Auge zu verlieren".
In der Begründung der Jury heißt es, Nooteboom sei ein virtuos aus der Erfindungskraft schöpfender Schriftsteller, ein politisch hellwacher Zeitzeuge und ein philosophierender Poet. Seine Romane, Erzählungen, Essays, Reisereportagen und Gedichte stünden in der europäischen Wertetradition und würdigten die kulturelle Vielfalt Europas.
Der Niederländer folgt als Literaturpreisträger der Konrad- Adenauer-Stiftung dem deutschen Autor Uwe Tellkamp, der im vergangenen Jahr für seinen Roman "Der Turm" geehrt wurde. Frühere Preisträger sind auch Daniel Kehlmann, Herta Müller, Wulf Kirsten und Sarah Kirsch. Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung vergibt den Literaturpreis seit 1993.














