Wien will Trugers "Gigant" nicht ankaufen

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Bildhauerin Ulrike Truger hat im November 2009 ohne Genehmigung ihre 16 Tonnen schwere Marmorfigur "Gigant" vor dem Wiener Musikverein aufgestellt, die an die Menschenrechte gemahnen soll. Die nachträglich von der Baupolizei erteilte, temporäre Bewilligung lief allerdings mit Anfang November ab. Der von Truger angebotene Kauf der Skulptur für 250.000 Euro durch die Stadt wurde nun abgelehnt.
Sie werde die Entscheidung des zuständigen KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) auch angesichts des morgigen Tags der Menschenrechte (10. Dezember) - nicht respektieren, so Truger gegenüber der APA. "Wenn der Gigant einmal weg ist, ist die Chance auf ein Symbol der Menschenrechte verspielt", meint die Künstlerin. Deshalb hoffe sie nun auf Einsicht bei der neuen Stadtregierung. Aber offenbar bestehe in der Stadt Wien kein Interesse an einer Skulptur im öffentlichen Raum, für die offensichtlich weder Kompetenz noch Geld vorgesehen sei. "Wien braucht den Gigant", so Truger.
Ein Ankauf der sechs Meter hohen Skulptur durch die Stadt werde nicht erfolgen, unterstreicht man im Ressort von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S). Der KÖR sei das zuständige Gremium und man respektiere dessen ablehnende Entscheidung. Überdies sei mit der "Elisabeth" in Lainz schon einmal ein Truger-Werk angekauft worden und man wolle nicht, dass einzelne Künstler im öffentlichen Raum überrepräsentiert seien.
So findet am 17. Dezember eine Abtragungsverhandlung stand. "Aus heutiger Sicht wird dabei auf alle Fälle ein Abtragungsbescheid erstellt", heißt es auf Nachfrage im für die Baupolizei zuständigen Ressort von Stadtrat Michael Ludwig (S). Allerdings gebe es natürlich zahlreiche Einspruchsfristen, weshalb mögliche Schritte sicher erst im kommenden Jahr anstünden.













