Stadt spart bei der Kultur
Wolfsbergs Kulturvereine erhalten für das laufende Jahr um 50 Prozent weniger Förderung. FPK schlägt vor, stattdessen beim Museum zu sparen.

Foto © KLZAuch für die Stadtkapelle Wolfsberg gibt es heuer weniger Förderung
Die Monate November und Dezember sind die Monate, wo Wolfsbergs Vereine ihre Förderungen für das laufende Jahr erhalten. Die Freude bei den Kulturvereinen darüber wird sich dieses Mal eher in Grenzen halten, denn die Gesamtsumme der Subventionen wurde von Kulturreferent Peter Zernig (SPÖ) von 15.000 auf knapp 7000 Euro (ein Minus von über 50 Prozent) gekürzt.
"Bei den Verhandlungen über das Nachtragsbudget ist es mir nicht gelungen, mehr für das Kulturbudget rauszuholen. Ich bin natürlich nicht begeistert, aber alle Referenten wurden zum Sparen angehalten und ich habe mich dazu solidarisch gezeigt", sagt Zernig und fügt hinzu: "Es gibt Kommunen, die Kulturförderungen überhaupt komplett gestrichen haben."
Museumsdirektor im Visier
Ursprünglich hätte es für 2010 auch keine Jugendförderung für Trachtenkapellen geben sollen. "Da werden noch insgesamt 2000 Euro nachgeschossen", so Finanzreferent Wolfgang Knes (SPÖ). Kritik an den Kürzungen kommt von FPK-Chef Harald Trettenbrein: "Die Stadt gibt jährlich 200.000 Euro für das Museum im Lavanthaus aus und leistet sich einen Museumsdirektor um 6000 Euro brutto pro Jahr. Da kann man sparen, aber nicht bei Vereinen." Entspannter sieht das Stadtrat Mario Woltsche (ÖVP): "Wenn Puckers Gehalt in den 200.000 Euro enthalten ist, ist das okay." Zernig: "Ich bin stolz auf das Museum, auch das Gehalt des Museumsdirektors ist vertretbar. Er stellt wichtige Kontakte zur Kulturszene her." Zurück zu den Förderungen: Im Gegensatz zu Kulturvereinen soll es laut Knes bei Sportvereinen keine Kürzungen geben.















