10. Todestag von Dichter H.C. Artmann

Foto © APA
Am 4. Dezember vor zehn Jahren verstarb der große österreichische Dichter H.C. Artmann im Alter von 79 Jahren. Er war eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten der Wiener Nachkriegszeit und prägte als Sprachartist und Übersetzer, Dramatiker und Mundartdichter eine ganze Generation von Schriftstellern.
Zum zehnten Todestag findet am Dienstagabend in der Wienbibliothek im Rathaus, wo seit 2004 sein Nachlass verwaltet wird, unter dem Titel "Nua ka schmoez ned..." ein "Abend für H.C. Artmann" mit Erwin Steinhauer und Peter Rosmanith statt. "Nua ka schmoez ned..." war das erste Gedicht des legendären Zyklus "med ana schwoazzn dintn" (1958). Am 9. Dezember lesen im Literarischen Quartier Alte Schmiede unter dem Titel "Artmann-Fährten" Peter Rosei, Christian Ide Hintze, Sibylle Cramer, die Artmann-Witwe Rosa Pock sowie die drei bisherigen Preisträger des biennal vergebenen H.C. Artmann-Preises der Stadt Wien, Oswald Egger, Ferdinand Schmatz und Peter Waterhouse aus dem vielschichtigen Werk. Der vierte Preisträger soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Im Wiener Kabinetttheater findet am 6. und 7. Dezember ein H.C. Artmann-Abend mit Musik, Text und Filmen statt.
Hans Carl Artmann wurde am 12. Juni 1921 als Sohn eines Schuhmachermeisters in Wien geboren. Aufgewachsen im Donaustädter Bezirksteil Breitensee, wurde er mit 19 Jahren zur Wehrmacht eingezogen. Nach einer Kriegsverletzung geriet er 1945 in Gefangenschaft, wo er zu schreiben begann. Vor allem lyrische Texte, weit entfernt von den Dialektgedichten der späteren Jahre, kennzeichneten das Frühwerk Artmanns.















