Prachtband über Coop Himmelb(l)au erschienen

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5,2 Kilogramm wiegt ein Taschenbuch nur, wenn es aus dem Taschen Verlag kommt. Soviel Gewicht bringt der fünfhundertseitige, großformatige Prachtband "Coop Himmelb(l)au. Complete Works 1968-2010" auf die Waage, der am Mittwoch präsentiert wird. Das Buch stellt in vielen Fotos, Skizzen und Zeichnungen das bisherige Gesamtwerk des österreichischen Architekturbüros vor.
"'Himmelblau' ist keine Farbe, sondern ein Zustand. Und 'Coop' bedeutet, dass dieser Zustand stets gruppenweise auftritt. 'Coop Himmelb(l)au' ist ein seelischer Ausnahmezustand, der seit 40 Jahren andauert", schreibt Autor Michael Mönninger in seiner Einleitung. "Es ist der Versuch, sich den Boden unter den Füßen wegzuziehen, um mit dem Kopf durch die Wolken zu kommen. Wenn dabei eine Wand im Weg ist und beim Zusammenprall ein hohles Geräusch ertönt, dann liegt das bei Coop Himmelb(l)au stets an der Wand. Deshalb entwirft Coop Himmelb(l)au seine Häuser wie überdimensionale Resonanzkörper, mit tanzenden Silhouetten und stürzenden Linien, die stets auf dem Sprung sind und Echo geben."
Dieser Befund lässt sich in der Folge an vielen, vielen Projekten überprüfen - auch an den zahlreichen nicht verwirklichten. So reicht das Spektrum von den Stadtutopien, aktionistischen Architekturobjekten und experimentellen Wohnformen der Zukunft, die das 1968 von Wolf D. Prix und Helmut Swiczinsky gegründete Büro in den ersten Jahren entwickelte, über die ersten aufsehenerregenden Realisierungen wie den Umbau des "Roten Engels" (1980/81) oder das Dachboden-Büro in der Falkestraße (1983-88) bis zu jenen Großbauten, die den Weltruhm des Teams begründeten: UFA-Palast Dresden (1993-98), Gasometer-Umbau (1995-2001), Akron Art Museum (2001-2007) oder Münchner BMW Welt (2001-2007). Daneben sind auch viele weniger bekannte Wohnbauten und Projekte dokumentiert.
Selbstverständlich kommt auch der Zukunftsblick nicht zu kurz: 2011 soll ein internationales Konferenzzentrum samt Opernhaus im chinesischen Dalian fertig sein, 2012 das Kinozentrum im südkoreanischen Busan und eine 1300-Plätze-Konzerthalle im dänischen Aalborg in Betrieb gehen. Wieder ein Jahr später soll ein Museumskomplex im chinesischen Shenzhen eröffnet werden. Das Musee des Confluences in Lyon soll 2014 fertiggestellt sein, ebenso das EZB-Headquarter in Frankfurt am Main. Und auch der Bürokomplex "Town Town" in Wien-Erdberg wird aufgelistet.















