Erler Passionsspiele begehen 400-jähriges Jubiläum

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Die Erler Passionsspiele werden nach fünfjähriger Pause 2013 ihr 400-jähriges Jubiläum begehen. Als ob das allein nicht schon eindrucksvoll genug wäre, unterstrich der Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer, der als Autor gewonnen werden konnte, die Ehrwürdigkeit des Ereignisses: "Das ist der Höhepunkt meiner schriftstellerischen Laufbahn."
Gleichzeitig habe er aber Ehrfurcht davor, sich mit der "größten Geschichte aller Zeiten" zu befassen, erklärte Mitterer bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. "Es ist nicht leicht, sich damit auseinanderzusetzen", betonte der Autor. Er werde versuchen, "diesem Menschen Jesus Christus näher zu treten und ihn näher zu bringen". Zudem interessieren Mitterer die Personen um Jesus herum. Einerseits die Frauen, die bisher in den Erzählungen vernachlässigt worden seien, andererseits die Person Judas, der eine unglaublich interessante Figur sei. Ein wenig fürchte er sich vor dem Passionsspielhaus. Denn es eigne sich zwar gut für Massenszenen, ob seiner Größe sei es aber schwer, die Beziehungen zwischen den Personen darzustellen. Er sei sich bewusst, dass die Neuerungen nicht provozieren dürften, so Mitterer.
"Es wird jeder Einwohner gefragt, ob er mitspielen will", schilderte Passionsspielleiter Erwin Thrainer. 2008 hätten 630 der rund 1.450 Einwohner Erls mitgewirkt. Daran könne man ablesen, welchen Stellenwert die Passionsspiele einnähmen. Aus diesem Grund sei es notwendig, Veränderungen und Neuerungen behutsam in Angriff zu nehmen. 2013 seien von Mai bis Oktober 34 Aufführungen geplant, zu denen rund 40.000 Besucher erwartet werden. Neben Mitterer wird der Tiroler Regisseur Markus Plattner für die Inszenierung verantwortlich sein. Erneut seien Wolfram Wagner (Musik), Annelie Büchner (Bühnenbild) und Lenka Radecky (Kostüme) im Team.














