Kunsthistorisches Museum wohl mit Besucherrekord
Im Kunsthistorischen Museum (KHM) zeichnet sich für 2010 ein Besucherrekord ab. Nach 32.000 verkauften Jahreskarten, "ohne Einbrüche bei den Einzelkarten" sowie durch den Gratis-Eintritt für Kinder und Jugendliche hatte "bisher jeder Monat ein deutliches Plus zum Vorjahr", berichtete der kaufmännische Geschäftsführer Paul Frey am Dienstag.
Die endgültigen Zahlen werden erst nach Jahresende veröffentlicht. Dagegen gab es von Frey einen Ausblick auf 2011: Mit Jan Fabre, russischer und islamischer Kunst, dem deutschen Porträt und der großen Herbstschau zu "Wintermärchen" will das KHM den guten Zulauf weiter sichern. Fortgeführt wird etwa die Zusammenarbeit mit der Stella Art Foundation Moskau. Als Sammlung zu Gast ist außerdem die "al-Sabah Collection of Islamic Art", eine der Bedeutendsten ihrer Art, die in vierzig Jahren von Sheikh Nasser und Sheikha Hussah als Sabah von Kuwait zusammengetragen wurde.
Die dritte Folge wird aus der Reihe "Intermezzo" geboten: Die sammlungsübergreifende Themenschau widmet sich ab 15. Februar dem Thema "Schaurig Schön - Ungeheuerliches in der Kunst". Dazu werde es auch wieder ein Buch für Kinder geben, so Generaldirektorin Sabine Haag, die durch diese Reihe "die Sammlung des Hauses erschließen" möchte.
Eine prominente zeitgenössische Position in der Gemäldegalerie zeigt das KHM im kommenden Jahr mit Jan Fabre. Der in Wien in jüngerer Zeit vor allem als Performer aufgetretene belgische "Universalkünstler" wurde vom Haus eingeladen, sich mit den Alten Meistern auseinanderzusetzen und wird den teils großformatigen Werkblock "Die Jahre der blauen Stunde" (ab 3. Mai) in seiner typischen blauen Bic-Kugelschreiber-Technik zeigen. Einen romantischen Titel trägt dagegen die große Herbstschau: "Wintermärchen" erleben Besucher ab dem 18. Oktober in einer Reise durch die Winter-Darstellungen in der europäischen Kunst "von Bruegel bis Beuys".















