Kentridge, Yamanaka, Lovasz mit Kyoto-Preis geehrt

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Der japanische Stammzellpionier Shinya Yamanaka, der südafrikanische Künstler William Kentridge und der ungarische Mathematiker László Lovász haben am Mittwoch den Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk erhalten. In der alten Kaiserstadt Kyoto nahmen die Drei im Beisein von Mitgliedern der japanischen Kaiserfamilie die mit 50 Millionen Yen (rund 450.000 Euro) dotierte Auszeichnung entgegen.
Der Mediziner Yamanaka erhielt die Auszeichnung für seine Erfolge in der Stammzellforschung. Zusammen mit seinem Team hatte der Japaner ausgewachsene Zellen so zurückprogrammiert, dass sie embryonalen Stammzellen gleichen. Dies sei ein "enormer Fortschritt auf dem Gebiet der regenerativen Medizin", urteilte das Preis-Komitee. Bei der Herstellung dieser sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) müssen keine Embryonen zerstört werden, wie es zur Gewinnung embryonaler Stammzellen nötig ist.
Der ungarische Mathematiker Lovász hat sich nach Ansicht des Preis-Komitees durch "herausragende Beiträge" um die mathematischen Wissenschaften verdient gemacht. In seiner Forschungsarbeit habe der 62-Jährige eine Verbindung zwischen den verschiedenen Disziplinen der Mathematik hergestellt.
Kentridges Werke zeichnen sich nach Ansicht des Preis-Komitees durch die Kombination traditioneller Zeichnungen mit neuen Medien aus. Der südafrikanische Künstler und Regisseur setze darin etwa Kohle-Zeichnungen zu Videoproduktionen zusammen. In seinen Werken reflektiere der 55-Jährige vor allem die Kultur Südafrikas und gebe gleichzeitig tiefe Einblicke in die menschliche Existenz. Derzeit ist in der Wiener Albertina eine große Ausstellung mit Werken von William Kentridge zu sehen.
Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufene Kyoto-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen in Kultur und Wissenschaft.















