Neue Wiener Kabarettbühne "Stadtsaal"

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Kabarettkrise hin, Budgetprobleme her: Wien bekommt ein neues Kabarett. Unter der klingenden Adresse Mariahilfer Straße 81 eröffnet am 3. Jänner der "Stadtsaal" als zentrumsnaher Spielort. Die beiden Leiter Fritz Aumayr, einst verantwortlich für Kulisse, Spektakel oder Vindobona, und Andreas Fuderer, Chef des Kabaretts Niedermair, erwecken dafür den einstigen Hotel-Ballsaal wieder zum Leben.
360 Sitzplätze soll der neue Veranstaltungsort aufweisen, der Kabarett mit "Alternative Mainstream Music Acts" vereinen soll, so Fuderer. Man denke da an Wir sind Helden, die Sportfreunde Stiller oder Attwenger. Im Kabarettbereich gebucht sind bereits Alfred Dorfer und Josef Hader, Stermann Grissemann oder Lukas Resetarits.
Wie der Broadway in New York oder die Reeperbahn in Hamburg benötige Wien eine Kleinkunstinfusion für seine zentrale Meile, zeigten sich die beiden Leiter am Montag bei der Präsentation ihres Vorhabens überzeugt. "Ich glaube, dass es so für das Wiener Publikum leichter sein wird, an Karten zu kommen", verwies Fuderer auf die derzeit oft ausverkauften Veranstaltungen der Konkurrenz. Neben Aumayr und Fuderer ist Till Hofmann von der Münchener Lach- und Schießgesellschaft mit an Bord, der Künstler aus dem deutschsprachigen Ausland nach Wien bringen soll.
Zuvor werden jedoch noch einige Umbaumaßnahmen erfolgen. Derzeit müssen sich Besucher durch einen schmalen Gang von der Einkaufsmeile vorbei an Klamottenläden, Sushilokalen und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) zum Saal im Hinterhof schlängeln - um dann von den Ausmaßen des Prachtbaus überrascht zu sein. Hier will man mit Schaukästen den Zugang optisch eindeutiger gestalteten. Überdies soll der Stadtsaal auf der Mariahilfer Straße mit einem Glühbirnenschild à la Broadway angekündigt werden.
Investiert werden insgesamt 850.000 Euro, die auch in neue Lüftungsanlagen, Farbe und Adaptierung der Gastrobereiche fließen - sowie die Toilettenanlagen. "Wir gehen davon aus, dass eine WC-Anlage die Visitenkarte eines Hauses ist", so Aumayr. Um Geld zu sparen, kaufte man vom Theater in Bad Wörishofen 400 Sessel zum Schnäppchenpreis von 5.000 Euro. Vonseiten der Stadt habe man noch keine Finanzierungszusagen.














