Unesco-Kritik an Grabungen in Jerusalemer Altstadt

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Die UN-Kulturorganisation Unesco hat sich am Donnerstag besorgt über archäologische Grabungen Israels in der Altstadt von Jerusalem geäußert. Der halbjährlich tagende Exekutivrat der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) in Paris betonte in einer Erklärung, die Grabungen liefen sowohl den Beschlüssen der Vereinten Nationen wie des Weltsicherheitsrates zuwider.
Die Palästinenser befürchten, dass die Grabungen die Stabilität der Al-Aksa-Moschee gefährden könne. Die Moschee ist gemeinsam mit dem Felsendom die drittheiligste Stätte im Islam. Der Exekutivrat betonte erneut die Bedeutung der Jerusalemer Altstadt für die großen Weltreligionen und beklagte zugleich die Blockade des Gaza-Streifens.
Zwei im Westjordanland gelegene und von Israel beanspruchte Kulturstätten - die Patriarchengräber in Hebron und das Grab Rachels bei Bethlehem - seien integraler Bestandteil der besetzten Palästinensergebiete. Jede einseitige israelische Aktivität gelte als Verletzung von internationalem Recht, betonte der Rat.
Die Patriarchengräber sind heute für Juden die zweitheiligste Stätte nach der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem. Der Ort ist aber auch Muslimen und Christen heilig. Hier sollen der Überlieferung nach Abraham, Sara, Isaak, Rebekka, Jakob und Lea begraben sein.
In der Erklärung wird auch vor negativen Folgen im kulturellen wie im Bildungsbereich durch die Sicherheitsanlage zum Westjordanland gewarnt, die Israel nach mehreren Selbstmordattentaten gebaut hat. Der Exekutivrat tagt halbjährlich und setzt sich aus allen 58 Mitgliedsstaaten der Unesco zusammen.















