Libellen und andere Exportschlager
Kurt Mündl widmet den "Himmelsjägern" heute 10.000 Bilder pro Sekunde. Für den ORF machen sich die aufwendig selbst produzierten "Universum"-Dokus längst international bezahlt.

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Der Detailreichtum ist rekordverdächtig: Bis zu 10.000 Bilder pro Sekunde braucht es, um den Jagdflug der Libellen in Superzeitlupe darzustellen. Bei normalen Filmaufnahmen laufen 25 Bilder pro Sekunde durch, die vierhundertfache Geschwindigkeit wurde szenisch bisher noch nie umgesetzt.
Eine neu entwickelte Technik aus Realbild und Animation zeigt nun zum ersten Mal, wieso Libellen als Jäger so erfolgreich sind - so nahe und detailgenau, "wie man sie durch reine Beobachtung mit dem blanken Auge niemals wahrnehmen kann", freut sich Regisseur Kurt Mündl.
Auf Tauchstation
Er hat die perfekten Flieger, die unglaubliche 320 Millionen Jahre Evolution und Überlebenstechnik in sich vereinen, in der Luft und unter Wasser gefilmt. Den Großteil ihres Lebens verbringen Libellen nämlich als räuberische Larven auf Tauchstation. Mündl ist ihnen bis ins kühle Nass gefolgt. Für den Naturfilmer Routine: Unlängst erst filmte er Sonnenbarsche und Würfelnattern im Wörthersee. Der steht im Mittelpunkt von Mündls nächster großer "Universum"-Produktion. Sendetermin ist der Mai 2011.
Für den ORF machen sich die heimischen "Universum"-Produktionen inzwischen gut bezahlt: Auf der weltgrößten TV-Messe MIPCOM in Cannes etwa wurde Anfang Oktober Harald Pokiesers Dreiteiler "Rift Valley - Der große Graben" in gut ein Dutzend Länder, darunter die USA und Russland, verkauft. Auch "Universum"-Folgen zu geschichtlichen Themen, von "Dschingis Khan" bis "Carnuntum", erweisen sich zunehmend als ORF-Exportschlager.
Viele heimische "Universum"-Folgen haben übrigens noch heuer Premiere, darunter Istvan Nadaskays und Elisabeth Schönthals Film "Seeadler - Könige des Himmels" am 25. November, Manfred Christs "Riff der kleinen Monster" vor der Küste von Sulawesi (7. Dezember) und Michael Schlambergers Dokumentation über den Sambesi - den "donnernden Fluss" (30. Dezember).















