"Singin' in the Rain" plätscherte durch die Grazer Oper
Mit viel Schwung, Engagement und Flitter ging Samstagabend in der Grazer Oper die Premiere von "Singin' in the Rain" über die Bühne. Die Inszenierung lehnte sich stark an den Film an und bestach vor allem durch die schwungvollen Musiknummern.
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Die Darsteller überzeugten in den meisten Fällen, aufhorchen ließ das schon fast frech spielende Orchester unter der gekonnten Stabführung von Jeff Frohner. Mit einem Film wie "Singin' in the Rain" zu konkurrieren, ist extrem schwierig, an Gene Kellys Perfektion und Ausstrahlung heranzukommen, unmöglich. Regisseur Köpplinger setzte daher auf einen rasante Ablauf der genau nacherzählten Geschichte und schuf einen recht heiteren, fantasievoll ausgestatteten Abend. Es gibt deutlich mehr Musiknummer als im Film, wobei die zusätzlichen Songs manchmal verzichtbar wären, da die Qualität höchst unterschiedlich ist. Die Darsteller hangelten sich einfach von Lied zu Lied, und das ergab eine bunte Show, die beim Publikum gut ankam.
Größter Pluspunkt des Abends war die Spielfreude der Darsteller, die viel gute Laune vermitteln konnten. So schaffte es Peter Lesiak als Don Lockwood trotz übermächtigem Vorbild zu bestehen, und zwar nicht zuletzt aufgrund seines soliden Tanzkönnens. Sein Partner Benjamin Rufin (Cosma Brown) überzeugte mit Komik und hohem tänzerischen Niveau. Gemeinsam machte das Duo Nummern wie "Fit as a Fiddle" oder "Moses" zu den Highlights des Abends. Mit etwas nervig-übertriebenem Spiel und vibrierender Operettenstimme ist Nadine Zeintl nicht unbedingt die Idealbesetzung für die quirlige Kathy, sollte sie doch das fröhlich-unkomplizierte Gegenstück zur überdrehten Diva Lina Lamont sein. Diese wird Dank Bettina Mönch zum echten Hingucker der Aufführung, sie überzeugte mit präzise-komischem Spiel und Starallüren bis in die Zehenspitzen.
Profilierte Charaktere stellen Erwin Windegger als Produzent und Dagmar Hellberg in gleich drei Rollen auf die Bühne, auch wenn es eine absolute Vergeudung ist, diese beiden herausragenden Musicaldarsteller in Rollen ohne Gesang zu verstecken. Ricarda Regina Ludigkeit schuf eine ansprechende Choreographie, für die geschmackvollen Kostüme und die effektvolle Bühne zeichnete Rolf Langenfass verantwortlich.















