Festival "steirischer herbst" eröffnet

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Die Helmut-List-Halle in Graz ist am Freitagabend anlässlich der Eröffnung des "steirischen herbstes" zur "maschinenhalle #1" umfunktioniert worden. Das Projekt der Künstler Bernhard Lang, Winfried Ritsch, Christine Gaigg und Philipp Harnoncourt zeigte ein Ineinanderfließen von Bewegung, Musik, Licht und Raum.
Die Tänzer agierten zwar zur Musik, erzeugten diese aber zum Teil selbst, wodurch ein ganz ungewöhnliches, nie wirklich reproduzierbares Kunstwerk entstand. Die Helmut-List-Halle war in nebelhaft blaues Licht getaucht, zwölf leicht erhöhten Podeste befanden sich an den Seiten. Darauf waren Klangplatten angebracht, die jede Bewegungen auf die damit verbundenen computergesteuerten Klaviere übertrugen und Klänge erzeugten, denen wiederum die Tänzer und Tänzerinnen folgten. Außerdem gab es Monitore, die den Tänzern die Zeitabläufe zeigten. Den Beginn machten filigrane Klaviertöne, die aus fast lyrischen Bewegungen entstanden. Dazu wurden immer nur einzelne Podeste angestrahlt, der Rest blieb im Dunkeln.
Es folgte ein rascher Wechsel der Bewegungen, von behutsam bis stampfend-wild war alles dabei. In einigen Fällen schienen die Bewegungsabläufe verschiedener Plattformen aufeinander einzugehen, dann wieder machten sie eher einen vollkommen isolierten Eindruck. Mittendrin gab es ein heftiges Stampfen und lautes Erklingen der Klaviers, sodass kurzfristig das Publikum an einen Schluss der Performance glaubte und zu applaudieren begann.
Doch die Erwartungen der Zuschauer wurden unterwandert und es ging leise weiter, bis nach einer Stunde endgültig Schluss war. Davor gab es aber unzählige Variationen von Klang erzeugenden Bewegungen, vom Schleifen mit den Fußsohlen bis zum Klopfen nur mit dem Ellbogen. Durch das Ineinanderfließen der Abläufe ließ sich nicht sagen, wer nun wen spielt, die Abgrenzung zwischen Mensch und Maschine war nicht immer möglich.















