"Immer noch Sturm" 2011 in Salzburg uraufgeführt
Peter Handkes neues Stück "Immer noch Sturm", das ursprünglich von Claus Peymann in einer Koproduktion von Burgtheater und Berliner Ensemble in Wien uraufgeführt werden hätte sollen, wird bei den Salzburger Festspiele uraufgeführt. "Es hat sich kürzlich entschieden, dass die Uraufführung am 12. August 2011 in Salzburg auf der Perner-Insel stattfinden wird. Dimiter Gotscheff inszeniert.
Wir machen das als Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg", sagt der Schauspielchef der Salzburger Festspiele, Thomas Oberender, in der morgigen Ausgabe des Magazins "News". Der Text, eine mehr an Prosa als an Theaterdialogen orientierte Szenenfolge, ist soeben im Suhrkamp Verlag herausgekommen.
"Immer noch Sturm" ist eine Mischung aus Familientragödie und Geschichtsdrama. Am Jaunfeld in Kärnten versammeln sich Mutter, Großeltern und weitere Familienangehörige um eine "Ich" genannte Zentralfigur. Es geht um die Geschichte ihres Volkes, der Slowenen, und um ihren Widerstand im Nationalsozialismus. "Das Stück ist die Krönung eines Lebensthemas: ein Autor, der sich seine Heimat nur erschreiben kann. Darüber hinaus ist das Stück eminent politisch, auch in seiner Haltung zu Europa: Es geht um ein Volk, das nie zu den Siegern der Geschichte zählte, das um seine Sprache, seine Identität kämpfen musste", so Oberender in "News". "Gleichzeitig ist es Handkes vielleicht persönlichstes Stück: Sein Ich-Erzähler trifft die Geister seiner Vorfahren und erlebt ein Familiendrama, das auch ein Drama europäischer Geschichte ist. Es ist ein großes homerisches Epos, in dem Homer die von ihm erfundene Welt selber betritt."














