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    Zuletzt aktualisiert: 20.09.2010 um 22:16 UhrKommentare

    Künftig löst der Hudson die Donau ab

    Sabine Breitwieser hat den besten Ruf als Kuratorin und Museumsdirektorin. Der wurde nicht nur in Graz, sondern auch in New York gehört. In Graz kuratiert sie für den steirischen herbst das Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt "Utopie und Monument II".

    Sabine Breitwieser

    Foto © APASabine Breitwieser

    Derzeit pendelt Sabine Breitwieser heftig zwischen Wien, Graz und New York. Wien war bisher Lebensmittelpunkt der gebürtigen Welserin. In Graz kuratiert sie für den steirischen herbst das Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt "Utopie und Monument II". Und in New York beginnt sie am 4. Oktober als Chefkuratorin des Departments für Medien- und Performancekunst am Museum of Modern Art (MoMA).

    Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung übt sich die promovierte Juristin, die sich von 1988 bis 2007 als Kuratorin und Leiterin der Generali Foundation besten internationalen Ruf erwarb, in professioneller Gelassenheit. Die Wiener Wohnung ist quasi geräumt, eine Bleibe für sich und ihren Mann, den Fotografen Werner Kaligofsky, hat Breitwieser in New York gefunden: "Im 32. Stock eines neuen Wohnturms in Chelsea, mit atemberaubendem Blick auf den Hudson."

    Kulturmetropole

    Breitwieser, die auch für die Nachfolge von Edelbert Köb am Wiener Museum Moderner Kunst im Gespräch war, freut sich auf die amerikanische Kulturmetropole. Die Nachricht ihres Engagements ereilte die 48-jährige Oberösterreicherin mitten in Gesprächen um die Leitung der Londoner Tate Modern: "Ich habe mich für das MoMA entschieden, weil mich das Thema der Medialität besonders interessiert."

    Beeindruckt ist die 48-Jährige von der Art, wie man ihr in New York begegnete: "Das waren intensive, sehr offene Gespräche. Ich hatte immer das angenehme Gefühl, nur nach dem beurteilt zu werden, was ich bisher geleistet habe." Was die Aufsichtsratsmitglieder offenbar überzeugt habe, seien "Ideen zur Neuaufstellung des Departments". Diese "trustees" - "oft Sammler mit großer Kunstkenntnis" - werden auch in Zukunft zu überzeugen sein. Dessen ist sich die erste österreichische Chefkuratorin am Traditionshaus mit mittlerweile mehreren Standorten in New York bewusst, sieht es aber als "eine spannende Herausforderung". Eine Befristung des Vertrags gibt es nicht, Breitwieser rechnet jedenfalls "mit einem längeren Aufenthalt".

    Die Sammlung, hervorgegangen aus der Filmsammlung des 1929 gegründeten MoMA, sei erstklassig, weise aber Lücken auf, die zu schließen seien: "Das Herzstück sind Videos und Fotos, darunter auch Arbeiten von Valie Export und Günter Brus. Ich möchte das gerne in Richtung Installation und medialer Arbeit in vielerlei Techniken erweitern. Auch Zeichnungen haben ihren Platz in einer derartigen Kollektion. Das darf nicht rein technisch gesehen werden."

    Denkräume

    Für den steirischen herbst organisierte Breitwieser schon im Vorjahr den ersten Teil von "Utopie und Monument". Unter anderem stellten ein Vorhang am Grazer Rathaus (Dolores Zinny & Juan Maidagan) und Bautafeln für ein neues Trigon-Museum (David Maljkovic) Fragen nach den Möglichkeiten von Kunst und Öffentlichkeit, nach "Utopie als Denkraum und Monument als Erinnerungsraum".

    Teil 2 folgt nun ab Freitag im Grazer Stadtraum, mit dem die Virtuosität des Öffentlichen hinterfragt werden soll, u.a.mit einem ungewöhnlichen Beitrag von Michael Schuster.

    Der steirische herbst findet vom 24.9. bis 17.10. statt.

    WALTER TITZ

    Zur Person

    Sabine Breitwieser, geboren 1962 in Wels/OÖ.

    Jusstudium, Gründungsdirektorin u. Leiterin der Generali Foundation Wien bis 2007. Ko-Kuratorin Liverpool Biennial 2004, Universitätsrätin der Kunstakademie in Wien 2003 bis 2008

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