ORF will mehr Nähe zum Bürger
Seit knapp einem Monat werkt Waltraud Langer, früher Leiterin der "ZiB 20" und "ZiB 24", als neue Chefin der ORF-Magazine. Programmatisch setzt sie nun auf noch mehr Bürgernähe.

Foto © ORF / Neues Magazin: Peter Resetarits versucht Menschen zu helfen, die sich ungerecht behandelt fühlen
Das Geld soll ein Gesicht bekommen. Das wünscht sich die neue Magazinchefin im ORF-Fernsehen Waltraud Langer. Sobald die Sendungsleitung des Wirtschaftsmagazins "Eco" neu bestellt ist, will Langer dem Publikum einen Mr. oder eine Mrs. "Money" präsentieren - als personalisierte Kompetenz in Sachen Geldfragen. Weil: "Gerade nach der Finanzkrise ist die Frage: ,Was mache ich mit meinem Geld? Und was soll ich mit meinem Geld nicht machen?' besonders wichtig geworden." Auf Nachfrage der Kleinen Zeitung, ob sie dabei an eine externe Expertenpersönlichkeit oder an jemanden aus der journalistischen Zunft denkt, meinte sie: "Schon an jemanden aus dem ORF."
Mittwoch, der 15.September ist ein Musterbeispiel für jenen thematischen Ansatz, den Langer in Zukunft öfter auf die Bildschirme bringen will: Abteilungsübergreifend bringt der ORF heute verschiedene Berichte zur Roma-Problematik. In der "Zeit im Bild 2" ist eine Reportage von Ernst Gelegs über jene Mauer im slowakischen Presov zu sehen, die die Roma-Siedlung von der übrigen Stadt abtrennt. Im anschließenden "Weltjournal" wird von den Ursprüngen der Roma in Indien und ihrer Reise nach Europa erzählt. Romni erzählen von ihrer Lebenswirklichkeit in verschiedenen Ländern, von Diskriminierung und Verfolgung, aber auch vom Stolz, Roma zu sein. Und abschließend gibt es dann um 23 Uhr in ORF 2 einen "Club 2" zum Thema "Roma - unerwünscht in ganz Europa?". Auf "Relevanz, Kompetenz und Hintergrund" will Langer setzen.
Freitag startet ""Ein Fall für Resetarits"
Die nach der Pensionierung von Johannes Fischer neue Chefin über 13 Sendungen mit 60.000 Sendeminuten im Jahr und rund 100 Mitarbeitern will "in erster Linie das Thema Bürgernähe ausbauen". Diesen Freitag startet die vorerst auf zehn Ausgaben fixierte neue Reihe "Ein Fall für Resetarits" (ORF 2, 21.20 Uhr), in der Peter Resetarits und sein Redaktionsteam versuchen werden, Menschen zu helfen, die sich ungerecht behandelt fühlen.













