"Mind and Matter"-Ausstellung im Künstlerhaus
Ein riesiges, virtuelles Gehirn wird auf eine Wand projiziert, es blinkt wild und dreht sich. Das Tor zur Ausstellung "Mind and Matter" im Künstlerhaus scheint wie eine Rahmung von Peter Koglers Werk. Davor in einer Vitrine: eine jüngst entstandene Gehirnplastik Koglers. Die Ausstellung ist im Rahmen des "paraflows"-Festivals für digitale Kunst ab 10. September ein Monat lang zu sehen.
Rund 25 Positionen zu "Idee und Materie", "Hard- und Software", "Mensch und technologischem System" sind in den Räumen im ersten Stock des Künstlerhauses versammelt. Neben der Arbeit von Peter Kogler sind auch zwei frühe Skulptur-Arbeiten des 2006 verstorbenen "Pioniers der österreichischen Medienkunst", Zelko Wiener, ausgestellt.
Wer mit Wieners "Kin-Objekten" (1983) oder "Sinnenwerkzeugen" (1978) wenig anfangen kann, schaut sich einen Raum weiter im einem Atelier nachempfundenen "Schau-Labor" von Agnes Fuchs um. In dem Raum finden sich Objekte, Malereien, Grafiken und Oberflächen, die sich mit Wissenschaft auseinandersetzen.
Neben Medienkünstlern hat sich auch der österreichische Avantgarde-Filmemacher Sigfried A. Fruhauf, dem bei der diesjährigen Viennale ein Special gewidmet wird, mit dem Vorgang der Ideenfindung auseinandergesetzt. In "Thinking about moviemaking" (1998-2008) stellt Fruhauf auf zwei Bildschirmen die Computertomographie seines eigenen Gehirns einem Video gegenüber, in dem er sprichwörtlich von einem Geistesblitz getroffen wird.
Auch die stets populäre "interaktive Kunst" darf in der Ausstellung nicht fehlen. So können zwei verschiedene Computergrafiken der Grazer Künstlerin LIA mit Hilfe von Reglern verändert werden, während die auf eine Wand projizierte Computersoftware "Fabulous" dem Besucher zum "Sterne-Verbinden" einlädt.















