Über 80.000 Besucher bei Ars Electronica erwartet

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Die Macher des Linzer Medienkunstfestivals Ars Electronica, das am vergangenen Donnerstag begonnen hat, rechnen bis zum Veranstaltungsende am Samstag mit mehr als 80.000 Besuchern. Es seien "unheimlich viele Kilometer" zurückgelegt worden, sieht Leiter Gerfried Stocker das Konzept, das Event in die ehemalige Linzer Tabakfabrik zu verlegen und dort 82.000 Quadratmeter zu bespielen, aufgegangen.
"Wir haben keinen Euro mehr bekommen", verwies der kaufmännische Geschäftsführer Diethard Schwarzmair darauf, dass die Veranstaltung aus dem laufenden Budget finanziert worden sei. Über 300 Veranstaltungen mit 570 Künstlern und Referenten aus 26 Ländern hätten auch der Wirtschaft genutzt, betonte Schwarzmair. Allein über das Ars-Organisationsbüro seien 1.500 Nächtigungen in 20 Hotels gebucht worden.
Der Versuch, die Kunst aus ihren Tempeln zur breiten Bevölkerung zu holen, sei in einer radikalen, konsequenten Art durchgesetzt worden und voll aufgegangen, erklärte Stocker. Bei einer Art Volksfest im Freien und den Ausstellungen und Vorträgen im Inneren des Industriegebäudes habe sich "eine Community vom Biobauer über Leute in Sozialprojekten bis zum Chaos Computer Club" gebildet. Üblicherweise besuchen 30.000 bis 35.000 Menschen das Festival, bei der heuer doppelt so lange dauernden Ars Electronica wurden bisher knapp 70.000 Personen gezählt. Etwa 25.000 Besucher kamen aus der Region.
Neben der Umwegrentabilität und dem von Stocker angestrebten Umdenken in Zeiten der Wegwerfgesellschaft - der Titel lautet heuer "Repair - Sind wir noch zu retten" - bleibt von der Ars 2010 mit Sicherheit eines: unzählige eigens angefertigte Pappmöbel. Die werden nach Veranstaltungsende treu dem Festivalmotto nicht einfach weggeschmissen, sondern kommenden Samstag versteigert.















