Erste Bank Kompositionspreis 2011 für Gerald Resch
Der Preisträger des Erste Bank Kompositionspreises 2011 ist der 1975 in Linz geborene Gerald Resch, wie am Freitag im Rahmen der Programmpräsentation des Klangforum Wien bekanntgegeben wurde. Bezüglich des vergangenen Jubiläumsjahres zog Intendant Sven Hartberger eine positive Bilanz. Die insgesamt 30 Uraufführungen waren sowohl für die Künstler wie auch das Publikum "künstlerisch sehr wertvoll".
In der Saison 2010/11 wird das Klangforum über 50 Projekte spielen, schon in den ersten vier Monaten ist man in neun europäischen Ländern unterwegs. "Diese Dichte der Einladungen belegt den internationalen Stellenwert des Ensembles", freute sich Hartberger. Drei Auftritte in Italien unterstreichen dem Leiter zufolge die Solidarität des Klangforum mit einem Land, "wo Kunst und Kultur derzeit vorsätzlich zerstört werden". In Österreich wird das Klangforum neben Wien auch in Graz und dem vom Peter Oswald geleiteten "Arcana Festival für Neue Musik" in St. Gallen zu sehen und hören sein.
Der neue Konzertzyklus "Schluss mit traurig" war bereits Ende Juni ausverkauft. Daher der Entschluss, erstmals in der Geschichte einen zusätzlichen Spontanzyklus aufzulegen. Aufgeführt werden dabei Werke von Alban Berg, Peter Ruzicka oder Friedrich Cerha.
Das im Rahmen des Erste Bank Kompositionspreises geplante Werk von Gerald Resch wird in einer vorläufigen Version beim steirischen Herbst und vollendet im Rahmen von Wien Modern uraufgeführt werden. Gemeinsam mit dem Theater an der Wien wird ein neues Festival ins Leben gerufen, über dessen Namen man sich aber noch nicht ganz einig ist, wie der Intendant erklärte: "Das Klangforum nennt es 'Festliche Tage alter Musik' während das Theater an der Wien 'Festliche Tage alter Moderne' bevorzugt." Den Vorschlag von Theater-Intendant Roland Geyer, beide Namen zu verwenden, findet Hartberger "elegant und schön. Das führt in die Mitte des Themas."















