Ausstellung über "Sissi-Mythos" in Turin

Foto © APA
Das italienische Interesse an der österreichischen Kaiserin Elisabeth ist groß wie nie zuvor. Nachdem das Staatsfernsehen RAI die Sisi-Neuverfilmung von Xaver Schwarzenberger ausgestrahlt hat, ist in Rivoli bei Turin diese Woche eine große Ausstellung mit dem Titel "Der Sissi-Mythos" eröffnet worden, bei der unter anderem Gemälde, Dokumente, Fotos oder Kleider gezeigt werden.
Die Ausstellung, die bis zum 10. Oktober besichtigt werden kann, wurde mit Unterstützung des Sissi-Museums in Wien und des Österreichischen Kulturforums in Mailand organisiert. Die Schau kreist um die komplexe Persönlichkeit der Kaiserin, ihren Schönheitskult und ihre Reisen. Ein Vergleich wird zwischen den verschiedenen Biografien gemacht, die über Sissi veröffentlicht wurden. Im Rahmen der Ausstellung werden auch Vergleiche und Unterschiede zwischen der Kaiserin Elisabeth und der italienischen Königin Margherita von Savoyen aufgezeigt, die mit der österreichischen Kaiserin verwandt war. Auch die Beziehungen Sissis zu Italien sind Thema.
Erst kürzlich wurde in Italien eine Internetseite und ein Forum über die Monarchin eingerichtet - und hat unerwartet großen Erfolg. Tausende Menschen besuchen täglich die Seite, im Forum wird lebhaft über historische, psychologische und kulturelle Aspekte rund um Kaiserin Elisabeth diskutiert.
Die Webseite, die Zugang zu historischen Fotos, Dokumenten und Zeitungsartikeln rund um die Monarchin bietet, ist zu einem Treffpunkt italienischer Sissi-Fans geworden. Regelmäßig werden Rezensionen über Bücher und Filme sowie Informationen zu Ausstellungen und Konferenzen veröffentlicht, die die Kaiserin betreffen. Die Webseite wurde von dem 36-jährigen Journalisten und Filmexperten Enrico Ercole eingerichtet, der sich seit 20 Jahren mit dem Mythos Sissi befasst.














