Der Arbeits-Urlauber
Bernd Jeschek, Autor, Regisseur und Schauspieler macht Urlaub in der Steiermark. Und genießt dabei die Annehmlichkeiten von TV-Dreharbeiten.
Wenn man ihn vor dem rustikalen Anwesen im weststeirischen Gundersdorf so sieht, hell und luftig bekleidet, Lesebrille auf der Nase und Lektüre in der Hand, könnte man ihn glatt für einen Urlauber halten.
Irgendwie ist er es ja auch: Der Sommer treibt Bernd Jeschek und seine Frau Heike Curtze stets in die Steiermark. Und sie sind hier so gerne gesehen, dass im Stainzer Urlaubsjuwel Rauchhof sogar ein Badesteg nach der Wiener Edelgaleristin benannt ist.
Der Schein trügt: Dieweil Frau Curtze in der Salzburger Sommerdependance ihrer Galerie Kunstfreund betreut, steht Gemahl Bernd in Piber vor der Kamera: In der Lipizzanerserie "Das Glück der Erde" spielt er den Aufsichtsrat Dr. Fischer.
Früher war er öfter im Fernsehen: Um 1990 sogar 15 Folgen lang als österreichischer "Eurocop". Dann wurde der geborene Aichfelder wieder von seinem angestammten Metier, dem Theater heimgeholt. Als Ozeanpianist Novecento bezauberte er. Gert Jonkes gewaltigen Wortsteinbruch bewältigte Jeschek als "Redner rund um die Uhr" so eindrucksvoll, dass Publikum und Kritik hymnisch reagierten.
Spaßguerilla
Die solistischen Arbeiten kommentiert Jeschek so: "Ich bin mein eigener Manager, Fahrer, Verkaufsleiter, Produzent und Hauptdarsteller, das mag ich". Dann kamen Mnozil Brass. Die genialen Komödianten und virtuosen Blechbläser brauchten erst die chemische Reaktion mit dem Theatermann, um von Spaßguerillas zu gefeierten Festival-Stars zu werden: Jeschek schrieb die Libretti zu "Das trojanische Boot" (Ruhr-Triennale) und "Irmingard" (Salzburg). Die Tourneen dieser Operetticals waren große Erfolge.
An drehfreien Tagen werkt Jeschek an einem neuen Projekt: "Die Gratellis", die Geschichte einer Showtruppe, die im Sommer 2001 im deutschen Schlosstheater Premiere feiern soll.
Bis dahin genießt er, was Dallas-Ekel Larry Hagman schon so genossen hat: Zum Drehort chauffiert, und abends wieder heimgebracht zu werden.















