Manzenreiter: "Eberharts Museum ist wichtig"
Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter äußert sich in einem Interview zur Kritik an Reinhard Eberhart.

Foto © WeichselbraunVillachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter
Die Stadt Villach fördert den selbst ernannten Faschingsgeneral und Ideengroßindustriellen Reinhard Eberhart mit 30.000 Euro. Der muss sich deshalb kritischen Angriffen stellen. Warum halten Sie an ihm fest?
HELMUT MANZENREITER: Es geht nicht um die Person des Herrn Eberhart. Sein Museum, das "REM", ist ein wichtiges Projekt, in das auch schon das Land Kärnten massiv investiert hat. Jetzt wird es eben, damit man es noch verbessern kann, auch von der Stadt Villach gefördert.
Um welche Art der Förderung handelt es sich dabei konkret?
MANZENREITER: Die 30.000 Euro sind ein Investitionszuschuss der Stadt für bauliche Maßnahmen, um die Besucherkapazität des Museums zu erweitern. Das ist also keine Förderung für den Betrieb oder gar für den Herrn Eberhart.
Aus welchem Topf der Stadt kommt dieses Geld?
MANZENREITER: Konkret kommt es aus dem Zinsertrag des Kelag-Fonds, welcher auch in die Tourismusförderung fließt.
Was sagen Sie zu den harschen Vorwürfen gegen Eberhart?
MANZENREITER: Die Auseinandersetzung, die Herr Eberhart mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat, ist nicht entscheidend. Wenn die zwei ein Problem miteinander haben, hat das auf unsere Entscheidungen überhaupt keinen Einfluss.
ÖVP-Stadtrat Peter Weidinger hat nach einem anfänglichen "Ja" die Förderung des "REM" zurückgezogen. Was sagen Sie dazu?
MANZENREITER: Die ÖVP ist abgesprungen, obwohl Landesrat Martinz dafür ist. Ich habe einen Brief von ihm, in dem er schreibt, das Projekt zu unterstützen, wenn wir auch etwas geben.
Wird es für Eberhart weitere Förderungen geben?
MANZENREITER: 2010 nicht. Alles weitere wird erst entschieden.















