Köpplinger wird Intendant in München

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Der 46-jährige Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, Josef Ernst Köpplinger, hat am Freitag in München vor laufenden Kameras einen Sechsjahresvertrag als Intendant des Münchner Gärtnerplatztheaters ab der Spielzeit 2012/2013 unterschrieben. Er wolle einen stärkeren Akzent auf moderne Musicals setzen, sagte Köpplinger. Er sehe einen gewissen Nachholbedarf etwa bei Cole-Porter-Musicals.
Man habe sich für Köpplinger als Nachfolger von Ulrich Peters entschieden, weil er "ein erfrischender und engagierter Theaterleiter" sei, sagte Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch bei der öffentlichen Vertragsunterzeichnung. Köpplinger kann laut laut dem Kunstminister "brillant mit der sogenannten leichten Muse umgehen" und werde sicher neue Akzente im Münchner Theaterleben setzen. Der 46-Jährige habe in Klagenfurt zudem gezeigt, dass er ein Theater nicht nur künstlerisch exzellent, sondern vor allem auch wirtschaftlich zu führen verstehe. Wegen dessen internationaler Erfahrung sei dann die Wahl schnell auf Köpplinger gefallen, erläuterte Heubisch.
Begonnen hatte die Karriere des gebürtigen Wieners an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien sowie in New York und London. 1988 erhielt er sein erstes Festengagement an den Städtischen Bühnen Regensburg. An der Volksoper Wien, den Kammerspielen Berlin und der New National Opera in Tokio arbeitete er ebenso wie in München, wo er schon bei Emmerich Kálmáns Operette "Gräfin Mariza" Regie führte. Auch als Intendant in München werde er Regie führen - "das ist gewollt", sagte Köpplinger, der seit 2006 das Klagenfurter Stadttheater leitet.
Er gehe schweren Herzens von Klagenfurt weg, freue sich aber auf die Herausforderung und große Verantwortung in München, sagte Köpplinger. Das Gärtnerplatztheater sei eine "wunderbare Begegnungsstätte" und dürfe nicht als Konkurrenz zur Bayerischen Staatsoper verstanden werden.














