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    Zuletzt aktualisiert: 07.07.2010 um 11:41 UhrKommentare

    Mundartforscherin Maria Hornung gestorben

    Foto © APA

    Sie war Ehrenbürgerin der deutschen Sprachinselgemeinden und prägte die österreichische Mundartkunde und Namensforschung wie kaum eine andere: Maria Hornung. Die Sprachwissenschafterin, die über 50 Jahre ihres wissenschaftlichen Lebens der Mundartforschung gewidmet hat, ist am 26. Juni im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigte der Sprachinselverein, dem Hornung selbst angehörte.

    Maria Hornung, am 31. Mai 1920 als Maria Jechl in Wien geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik an der Universität Wien. Ihren Zugang zur Mundartforschung fand sie ab 1942 als Mitarbeiterin der Wörterbuchkanzlei der Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dem jetzigen Institut für Dialekt- und Namenlexika, wo sie bis 1980 tätig war. Nach ihrer Habilitation für "Ältere deutsche Sprache und Literatur mit besonderer Berücksichtigung der Mundartkunde" wurde sie 1969 zum Titularprofessor und 1980 zum a.o. Univ.-Prof. ernannt. Hornung hatte stets ein besonderes Augenmerk auf die im Mittelalter von Österreich aus besiedelten deutschen Sprachinseln gelegt.

    Bereits 1950 war Hornungs erstes, gemeinsam mit Franz Roitinger erstelltes mundartkundliches Werk erschienen ("Unsere Mundarten", Neufassung 2000 unter dem Titel "Die österreichischen Mundarten"). Es folgten zahlreiche weitere Bücher und Lexika, sie verfasste unzählige Monografien und rund 350 Beiträge in Fachpublikationen. Im Sammelband "Das österreichische Deutsch" (Böhlau, 1988) schrieb sie über "Die richtige Aussprache von Namen in Österreich". Ergebnis jahrzehntelanger Forschung war 1998 das "Wörterbuch der Wiener Mundart", das 2002 in zweiter Auflage bei öbvhpt erschienen ist. Ihre Erfahrung brachte sie auch zur langjährigen Mitarbeit am "Österreichischen Wörterbuch".

    Quelle: APA

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