Nationalbibliothek übergibt NS-Raubgut

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Die Restitution geraubter Bücher und Druckschriften aus der Österreichischen Nationalbibliothek naht ihrem Abschluss: Am Dienstag übergab Generaldirektorin Johanna Rachinger im Rahmen einer Gedenkfeier 8.363 in der NS-Zeit geraubte Bücher an den österreichischen Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus.
Bereits in den vergangenen Jahren waren die Rückgaben an die Erben namentlich bekannter Vorbesitzer beinahe abgeschlossen, nun wurde auch das sogenannte "erblose" Raubgut restituiert - und unmittelbar zurückgekauft. Nationalratspräsidentin Prammer wurden als symbolische Geste drei Exemplare aus dem Bestand geraubter Bücher überreicht. Bei dieser Gelegenheit versprach sie die Erforschung auch aller in der Parlamentsbibliothek lagernden Bücher auf ihre Herkunft.
"Es ist traurig und beschämend, dass eine so lange Zeit vergehen musste - 65 Jahre - bis die letzten Reste der NS-Raubzüge in der Österreichischen Nationalbibliothek bereinigt werden konnten", sagte Rachinger. "Gleichzeitig aber bin ich erleichtert, dass damit endlich die unheilvolle Kette von aktiver Verstrickung und Mitschuld während der NS-Zeit und von bewussten Versäumnissen und Verzögerungen in der Nachkriegszeit zu einem Ende gelangt ist." Sie bekräftigte weiters, dass eine Institution wie die ÖNB, die ein Ort von nationalem Gedächtnis sei, dunkle Flecken in ihrer eigenen Geschichte am wenigsten akzeptieren könne.
Bei dem Konvolut der Druckschriften handelt es sich ausschließlich um Objekte, die keinerlei Hinweis auf ihre ehemaligen Besitzer tragen. Es sind zum überwiegenden Teil Bücher aus kleinen Privatbibliotheken emigrierter oder deportierter Wiener Juden, die ohne jedes Verzeichnis per LKW von der Gestapo in die damalige Nationalbibliothek geliefert wurden.















