Dirigent Abbado in Klinik eingeliefert

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Der italienische Dirigent Claudio Abbado, der am 4. und am 6. Juni nach 24 Jahren wieder das Orchester an der Mailänder Scala dirigieren wollte, muss vorerst auf sein Comeback verzichten. Der krebskranke Maestro wurde in eine Klinik in Deutschland eingeliefert, teilte sein Berliner Arzt Heinrich Josef Lübke mit. Die Behandlungen werden bis zu drei Wochen dauern.
Die Konzerte Abbados an der Scala wurden abgesagt, teilte das Opernhaus "mit Bedauern" mit. Mit Mahlers zweiter Symphonie, die er bereits bei seinem Debüt an der Scala im Jahr 1963 dirigiert hat, hätte Abbado den 150. Jahrestag der Geburt des österreichischen Komponisten feiern wollen. Abbado äußerte die Hoffnung, bald wieder an der Scala dirigieren zu können.
Wegen seiner gesundheitlichen Problemen musste der 76-jährige Dirigent auch das Konzert zur Eröffnung des Musikfestivals in Ravenna am 9. Juni absagen. Er wird vom venezolanischen Dirigenten Diego Matheuz ersetzt, der bereits für Abbado eingestiegen war, als dieser im vergangenen November aus Gesundheitsgründen ein Konzert in Parma absagen musste.
Die Rückkehr Abbados an der Mailänder Scala wurde in Italien als Event des Jahres erwartet. Abbado wollte das Philharmonische Orchester der Scala, das Mozart-Orchester, den Chor der Scala und des Schwedischen Radios sowie den Arnold Schönberg-Chor dirigieren. Geplant war auch ein Auftritt der Sopranistin Rachel Harnisch und der Altistin Anna Larsson. 90.000 Bäume, die in Mailand gepflanzt werden sollen, sind das ungewöhnliche Honorar, das Abbado für seine Rückkehr gefordert hatte.













