Extratour mit Klassikern und neuen Songs
Kölsch für Fortgeschrittene: Drei Stunden mit den Mundart-Rockern von BAP.

Foto © APAWolfgang Niedecken, 59, bot einem begeisterten Publikum das Beste
GRAZ. Wiedersehen macht Freude. Schon bevor der Stampfer "Psycho-Rodeo" den Auftakt zum BAP-Gastspiel bildete, jubilierten die Fans im Orpheum. Und Band-Chef Wolfgang Niedecken - 59 Lenze jung - bot dem Publikum das, was seit 34 Jahren funktioniert: erdiger Rock 'n' Roll ohne ein Gramm Fett zu viel, Bodenhaftung im Preis inbegriffen. Wunder waren nicht zu erwarten, dafür eine grundsolide "Extratour" (so der Titel der aktuellen Konzertreise).
Es sind nach wie vor die Geschichten aus dem Leben des kleinen Mannes, die Niedecken im Dialekt so groß zu erzählen vermag. Ob Songs vom Album "Zwesche Salzjebäck un Bier" oder neues "Radio Pandora"-Material - aus Publikumssicht sollte es an diesem Abend nichts geben, was nicht frenetisch zu bejubeln war. Begeisterung naturgemäß bei Klassikern wie "Verdamp lang her", Andacht in der "Kristallnaach" und bei "Diego Paz wohr nüngzehn", einem bitteren Abgesang auf den Falklandkrieg. Nach drei Stunden, drei Minuten und gefühlten dreiunddreißig Sekunden wurde mit dem Faserschmeichler "Songs sinn Dräume" der Schlussstrich gezogen. Band und Fans waren gerührt, Einhelliges Urteil: Daumen hoch! CHRISTIAN PENZ











