Gemeinsame Donau-Ausstellung von OÖ und NÖ
Unter dem Titel "Donau. Fluch und Segen" widmen Nieder- und Oberösterreich dem Fluss eine länderverbindende Ausstellung, die ab Donnerstag zu sehen ist. Als Standorte dienen das Logistikzentrum der Ennshafen GmbH in Enns, das Erlebnisschiff MS Franz Liszt, drei Baucontainer in Baumgartenberg mit einer kleinen Schau über den Machlanddamm sowie der renovierte ehemalige Pfarrhof in Ardagger.
Im Vorfeld der Eröffnung durch die Landeshauptleute Pröll und Pühringer stellten Willibald Rosner (NÖ Landesarchiv) und Kuratorin Verena Winiwarter am Mittwoch die Exponate im historischen Pfarrhof von Markt Ardagger vor. Nicht blau, wie im weltberühmten Donauwalzer beschrieben, sondern "lehmgelb" ist die Farbe des Donauwassers zumeist, nämlich an 75 Tagen im Jahr, knapp gefolgt von "dunkelgrün" an 74 Tagen. Dies ist die erste Information, die der Besucher im Eingangsbereich erhält: eine Beobachtung aus der Zwischenkriegszeit.
Die laut Rosner umwelthistorische und interdisziplinäre Ausstellung beschäftigt sich mit Themen wie Landschaft und Lebenswelt, Hochwasser als Bedrohung und Teil des Ökosystems, dem Fluss als Verkehrsweg und Schifffahrtsverbindung, Regulierung und Kraftwerken sowie Fischerei.
"Jeder menschliche Eingriff in die Donau führt dazu, dass es Gewinner und Verlierer gibt", erklärte Winiwarter über ihren umweltgeschichtlichen Zugang. Zu sehen sind in Ardagger viele noch nie öffentlich gezeigte Objekte aus Privatbesitz, Fotos, Bilder und Erinnerungsstücke aus abgesiedelten Häusern. Ein Schiffspferdsattel, Kartenmaterial, Fischpräparate und Kraftwerksmodelle sorgen für Abwechslung beim Ausstellungsrundgang durch die eher klein bemessenen Räumlichkeiten.
Weitere Infos unter http://www.donau-ausstellung.at














