"Wir haben China Einiges zu bieten"
Regierungskommissär Androsch spricht im Interview über seine Erwartungen bei der Expo 2010 in Shanghai.

Foto © ReutersDer Chinesische Pavillon bei der Expo in Shanghai
Sind Sie zufrieden mit Österreichs Vorbereitungen für die Weltausstellung in Schanghai?
HANNES ANDROSCH: Wir sind zur Eröffnung zeitgerecht fertig geworden. Architektonisch ist der Pavillon gut gelungen, er hat Schwung, ist modern, spiegelt die Landesfarben wieder. Jetzt wird es in den nächsten sechs Monaten darum gehen, ihn im Sinne des Mottos "Better City -Better Life" mit Inhalt zu füllen.
Was erwarten Sie sich?
ANDROSCH: Die Chinesen präsentieren sich auf der weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Bühne. Und wir präsentieren uns gegenüber den Chinesen, wobei die von uns erwarten, dass wir das auch im Internet gut machen. Damit möglichst viele erreicht werden. 70 Millionen erwartete Besucher sind zwar fantastisch viel, aber wenig im Vergleich zu 1,3 Milliarden Einwohnern in China.
Was kann Österreich bieten?
ANDROSCH: Wir haben China zu diesem Motto einiges zu bieten. Zum einen die bei uns geglückte Verbindung von Stadt und Land und Städte mit hoher Lebensqualität, speziell Wien. Vor allem Kommunaltechnologie als Voraussetzung dafür, dass Wien heute zu den lebenswertesten Großstädten gehört.
Rentieren sich die investierten 16 Millionen Euro?
ANDROSCH: Eine Imageveranstaltung rechnet sich unmittelbar nie. Es ist eine Referenz an die Gastgeber. Aber es gibt viele Firmen wie AT&S, Andritz, Engel, List - viel zu wenige noch -, die in China sind. Am 18. Mai kommt eine hundertköpfige Wirtschaftsdelegation aus China nach Österreich. Unser Export ist viel zu eurozentriert.
INTERVIEW. W. SIMONITSCH
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WELTAUSSTELLUNG
Die Expo 2010 in Schanghai läuft vom 1. Mai bis zum 30. Oktober.
192 Länder präsentieren sich auf dem 5,4 Quadratkilometer großen Areal am Huangpu-Fluss.
Mit 70 bis 100 Millionen Besuchern rechnen die Organisatoren, 95 Prozent davon Chinesen.
Tickets kosten rund 17 Euro<7strong>. 45 Milliarden Euro soll in die Infrastruktur investiert worden sein.
















