Crossing Europe in Linz mit 17.000 Gästen
Zufriedenheit herrschte am Abschlusstag des "Crossing Europe"-Festivals in Linz bei den Veranstaltern, die am Sonntag die Bilanz der vergangenen sechs Tage präsentierten. Rund 17.000 Gäste besuchten das Festival des europäischen Films, mit 600 Akkreditierten war das Interesse von Branche und Medien "so hoch wie nie", hieß es. "Das Publikum gibt uns recht", sagte Intendantin Christine Dollhofer.
Trotz einer um einen Tag kürzeren Festivalwoche als im vergangenen Jahr konnte bei den Filmvorführungen genauso viel Kinopublikum wie 2009 verzeichnet werden. Insgesamt waren im Ausnahmejahr der Kulturhauptstadt Linz09 um tausend Gäste mehr verzeichnet worden. Da stand dem Festival aber auch ein deutlich höheres Budget zur Verfügung, an das Dollhofer künftig auch wieder anschließen möchte. "Wir waren heuer trotz Budgetproblemen sehr, sehr gut besucht, aber dennoch wird hier nachverhandelt werden müssen."
Dabei hatte zu Beginn die Vulkanaschewolke kurzfristig die Budgetprobleme in der Wertigkeit abgelöst, wie Dollhofer feststellte. Einige Gäste wie die US-Sängerin Lydia Lunch oder die Regisseurin Jasmila Zbanic hatten zwar ihr Kommen absagen müssen, logistisch habe man aber in kollektiver Arbeit mit den Filmschaffenden alles rechtzeitig in den Griff bekommen. Am Programm des Festivals standen heuer 117 Filme aus 25 Ländern, als Hauptpreisträger wurde am Samstagabend der kroatische Film "Crnci" (The Blacks) gekürt.
Für das russische Tribute habe man viele Komplimente geerntet, erzählte die Intendantin, die "Nachtsicht"-Reihe war "ein Renner, ein Dauerbrenner". Die größte Lobby des Festivals sei das Publikum, sagte Dollhofer nicht ohne Stolz. 2011 soll "Crossing Europe" von 12. bis 17. April stattfinden.















