Wiener Philharmoniker vollenden Beethoven-Zyklus

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Das Großprojekt "Beethoven9" der Wiener Philharmoniker gemeinsam mit Dirigent Christian Thielemann nähert sich dieser Tage dem Ende. Neben der Uraufführung eines Werkes von Peter Ruzicka stand am gestrigen Montag im Rahmen dieses Zyklus, der alle vollendeten Symphonien des Großmeisters präsentiert, Nr. 9 d-Moll im Großen Saal des Wiener Musikvereins am Programm.
Dass der Jubel dabei keine Grenzen kennen würde, stand wohl schon vor Konzertbeginn fest. Die eröffnenden Takte des ersten Satzes ließen daran auch keinen Zweifel aufkommen, Thielemann und die Philharmoniker präsentierten sich in Bestform und zeigten speziell in den schnelleren und crescendo-artigen Passagen ihr besonderes Klangvolumen.
Der vierte Satz stellte den Höhepunkt dieses Abends dar. Noch deutlicher als die vorangegangenen Abschnitte war dieser geprägt vom dynamischen Wechselspiel der teils zarten Melodien und der vollen Klanggröße des Orchesters. Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien sowie die Solisten Annette Dasch (Sopran), Mihoko Fujimura (Alt), Piotr Beczala (Tenor) und Robert Holl (Bass) waren für die gesangliche Komponente zuständig und verliehen der musikalischen Vertonung von Friedrich Schillers Ode "An die Freude" einen zusätzlichen, oft raumgreifenden Aspekt. Kaum waren die letzten Töne des vierten Satzes verklungen, gab es beinahe auf Kommando frenetischen Applaus und "Bravo"-Rufe, die sich recht schnell zu Standing Ovations wandelten.
Eröffnet wurde das Konzert mit der Uraufführung von Peter Ruzickas Werk "...Zurücknehmen...". Es ermöglichte einen gebührenden Einstieg in diesen Abend, da es künstlerisch an Beethovens Neunte angelehnt ist.
Der Zyklus "Beethoven9" wird Ende 2010 auch als DVD-Veröffentlichung (Unitel Classica) zu erwerben sein. Dann werden alle neun Symphonien, aufgeführt von dieser schon als perfekte Symbiose zu bezeichnenden Künstlerkooperation, für den privaten Genuss jederzeit zur Verfügung stehen.















