Faymann verspricht Änderungen
Bei der VÖZ-Klausur versprach Bundeskanzler Werner Faymann am Freitagabend mehr Gerechtigkeit im Medienwesen. Die Regierungsinserate sollen neu verteilt werden, auch das neue Rundfunkgesetz steht noch zur Debatte.

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Mit Sympathie und Respekt lege er dem Bundeskanzler einige Probleme zu Füßen, sagte Horst Pirker, Präsident der österreichischen Zeitungen (VÖZ), Freitagabend in Oberlech am Arlberg. Alldort treffen einander Österreichs Zeitungsbesitzer und –manager derzeit zur jährlichen Hauptversammlung.
ORF-Gebühren
Trotz Flugproblemen und Terminstress war Werner Faymann ins Hotel Sonnenburg gekommen, um sich den Wünschen und Nöten der privaten Medienbranche zu stellen. Pirker rechnete vor, dass die Presseförderung in Österreich gerade einmal drei Prozent jener Summe betrage, die dem ORF durch die gesetzlich verordneten Gebühren zufließen. Auch wurde die offenbar ungerechte Fokussierung von Regierungsinseraten auf drei Wiener Blätter moniert.
Mit großer Sorge erfüllt die Zeitungsleute auch das neue Rundfunkgesetz, in welchem die Online-Dominanz des ORF noch zementiert werde. Wenn sich hier nichts ändere, sagte ein Zeitungsbesitzer, werde es alsbald keine heimischen Online-Medien mehr geben. Faymann öffnete spontan sein Füllhorn: Ja, über die Presseförderung könne neu nachgedacht werden, meinte er. Was die Regierungsinserate betrifft, lud er die Zeitungsleute ein, ein – ihrer Meinung nach – gerechteres Modell vorzuschlagen und die ORF-Online-Regelung im neuen, noch nicht beschlossenen Rundfunkgesetz will er mit Vertretern des VÖZ noch einmal diskutieren. Bleibt offen, was davon verwirklicht wird.














