Crossing Europe pocht auf halbe Mio. Euro Budget

Foto © APA
Das internationale Festival Crossing Europe, das von 20. bis 25. April in Linz 117 Filme präsentiert, muss heuer mit rund 440.000 Euro - deutlich weniger als im Vorjahr - auskommen. "Für uns ist das ein großer Rückschritt", sagte Intendantin Dollhofer am Donnerstag. Sie pocht auf ein Budget von künftig einer halben Mio. Euro und damit auf eine ähnlich hohe Summe wie im Kulturhauptstadtjahr 2009.
Linz09 habe Crossing Europe geholfen, eine gute Basis aufzubauen, so Dollhofer. Mit den Mitteln für die heurige Veranstaltung komme es freilich zu keiner Expansion, sondern zu einem Erhalt des Status quo. Die Intendantin verwies auf die große internationale Erwartungshaltung hin und, dass sich andere Festivals auf einem anderen Level bewegen würden. Trotz Einsparungen werde Crossing Europe 2010 aber von "gewohnter Qualität" sein, betonte Dollhofer.
Eröffnet wird am 20. April mit "Na Putu/On The Path" von der bosnischen Autorenfilmerin Jasmila Zbanic und Alexei Popogrebskys russischem Streifen "Kak Ya Provel Etim Letom/How I Ended This Summer", der heuer in Berlin mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Ihre Uraufführung erlebt die Musikdoku "Es muss was geben" von den Oberösterreichern Christian Tod und Oliver Stangl über die Linzer Musikszene seit den 1970er Jahren. Die Programmschiene "Nachtsicht", die abermals düsteres und actiongeladenes Kino bereithält, wird mit "Vengeance" mit dem französischen Alt-Rock'n'Roller Johnny Hallyday in der Hauptrolle eröffnet.
Neben der Internationalität des Festivals strich Dollhofer umgekehrt auch die traditionelle Regionalität der Veranstaltung hervor: Die oberösterreichischen Filmschaffenden sind heuer mit insgesamt 46 Arbeiten vertreten. Die Verleihung der Awards geht am 24. April über die Bühne.















