Eine wackere Einspringerin bei der Jeunesse
Ekaterina Rumyantseva rettete ein KSO-Konzert.
Das muss ihr erst einmal jemand nachmachen: Nachdem das Jeunesse-Konzert mangels Zusicherung einer Subvention beinahe abgesagt worden wäre, drohte das gleiche Schicksal durch die kurzfristige Erkrankung des vorgesehenen Solisten. Aber die junge Ekaterina Rumyantseva aus St. Petersburg erwies sich als Retterin in letzter Sekunde. Die Musikpädagogin am "Konse" erwies sich, obwohl sie nur eine einzige Probe absolvieren konnte, als mehr als nur wacker. Sie konnte in Beethovens nicht gerade leicht zu spielendem 3. Klavierkonzert mit kraftvollem, aber auch gefühl- und geistvollem Wechselspiel, viel Farbreiz in der Modulation, rhythmischer Pointiertheit, perlenden Läufen und exzellenter Technik brillieren. Und trat, wie vorgesehen, als "primus inter pares", in echter Partnerschaft mit dem Orchester auf. Dafür erhielt sie vom Publikum und auch von den extrem aufmerksam begleitenden Musikern des Kärntner Sinfonieorchesters Ovationen.
Nach dem recht wuchtigen und etwas zu blechlastigen Vorspiel zu Wagners "Meistersingern" erlebte man unter der umsichtigen Stabführung von Hermann Breuer, der offensichtlich intensiv und effizient mit dem KSO probiert hatte, dann die 3. Symphonie von Johannes Brahms, die der Dirigent der Wiener Uraufführung von 1883, Hans Richter, in einem Trinkspruch als "Brahmsche Eroica" apostrophiert hatte. In ihrer ganzen "klassischen" Geschlossenheit, mit vielen Akzenten und farbigen Klängen, die nach wilden Emotionen des Finales abgeklärt und friedvoll ausklingen.














