Hallstatt geschlossen gegen Denkmalschutz-Pläne

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Die Hallstätter Bevölkerung steigt gegen die Pläne des Denkmalamtes, weite Teile des Ortes unter Ensembleschutz zu stellen, auf die Barrikaden. An einer Informationsveranstaltung der 900-Seelen-Gemeinde am Donnerstagabend nahmen laut Bürgermeister Alexander Scheutz (S) 400 Personen teil. Der Tenor: "Wir lassen uns das nicht gefallen."
Das weltbekannte Fotomotiv des Kulturerbe-Ortes dürfte demnächst zahlreiche Transparente mit Protestsprüchen zieren. In Hallstatt stehen laut Gemeinde bereits 94 Gebäude unter Denkmalschutz. Nun sollen in einer ersten Phase 150 und mittelfristig bis zu 280 weitere folgen, darunter viele Privathäuser. Eine Bürgerinitiative, die sich mittlerweile gebildet hat, rechnet mit 30 Prozent Wertminderung, weil der Denkmalschutz ins Grundbuch eingetragen wird.
Auch Sanierung und Ausbau würden weiter erschwert. Man sei nicht gegen die Erhaltung des Ortsbildes, aber in Hallstatt gebe es bereits genug Auflagen durch Naturschutz und Baurecht. Die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, Barbara Neubauer, wollte sich auf APA-Anfrage nicht auf genaue Zahlen, wie viele Objekte unter Schutz gestellt werden sollen, einlassen. Das müsse erst genau erhoben werden.
Am Donnerstag lud die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung. "Der Saal war bummvoll", so Scheutz. Die Bevölkerung fordere massiv, sich gegen die Pläne zur Wehr zu setzen. Der Bürgermeister hat sich bereits an Kulturministerin Schmied gewandt, aber noch keine Reaktion erhalten. Auch Landeshauptmann Pühringer, der bei einem Einspruch gegen einen Denkmalschutzbescheid Parteistellung hätte, habe man über die Position der Hallstätter informiert.













