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Zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 um 14:46 UhrKommentare

"Großes Ehrenzeichen" des Landes Kärnten für Ernst Fuchs

Auf Vorschlag der Stadthauptpfarre St. Egid in Klagenfurt und des Kulturlandesrats Dobernig erhielt der Künstler Ernst Fuchs am Freitag die Auszeichnung des Landes Kärnten.

Einen Monat nach seinem 80. Geburtstag wurde Ernst Fuchs vom Land Kärnten geehrt

Foto © LPD/BodnerEinen Monat nach seinem 80. Geburtstag wurde Ernst Fuchs vom Land Kärnten geehrt

Dem österreichischen Künstler Ernst Fuchs, Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, ist am Freitagnachmittag, einen Monat nach seinem 80. Geburtstag, in Klagenfurt von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) und Kulturlandesrat Harald Dobernig (FPK) das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen worden. Vorgeschlagen hatten den Künstler die Klagenfurter Stadthauptpfarre St. Egid und Dobernig.

Fuchs, die schillernde Künstlerfigur mit den Markenzeichen Käppchen und Vollbart, hatte in Kärnten unter anderem mit der Realisierung des nach ihm benannten Fuchs-Palastes in St. Veit/Glan für Diskussionen gesorgt. Das von ihm entworfene Hotel ist sehr bunt und ungewöhnlich und entzweit bis heute die Gemüter. Derzeit ist das Hotel nach dem Konkurs des Betreibers allerdings geschlossen.

In der Stadtpfarrkirche St. Egid arbeitet Fuchs seit bald 20 Jahren an einem Apokalypse-Zyklus. "Dass er sein Lebenswerk, wie er es selbst nennt, in der Stadtpfarrkirche schafft, ist nicht nur eine Auszeichnung für die Kirche, sondern für das ganze Land", sagte Dobernig in Würdigung der Leistungen des von ihm als "Weltenbürger und Grenzgänger" bezeichneten Malers und Dichters. Der narrative Charakter des Zyklus erinnere ihn an die alte Tradition, die Bibel in Bildergeschichten zu erzählen, weil die Menschen nicht lesen konnten, meinte Dobernig.

Ernst Fuchs wurde 1930 in Wien geboren. Mit 15 begann das Wunderkind sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Albert Paris Gütersloh. 1948 gründete Fuchs mit seinen Studienkollegen Anton Lehmden, Arik Brauer und Wolfgang Hutter sowie Rudolf Hausner die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der in den 50er Jahren breite Aufmerksamkeit auch außerhalb der Kunstwelt erhielt. Heute lebt der Künstler in Monte Carlo.

Quelle: APA

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Foto © Weichselbraun/KLZ

Bild vergrößernDas Bauwerk in St. Veit polarisiert bis heuteFoto © Weichselbraun/KLZ

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