NÖ Landesmuseum zeigt Elfriede-Mejchar-Personale
Nach fast zwanzig Jahren widmet das niederösterreichische Landesmuseum der Grande Dame der österreichischen Fotografie, Elfriede Mejchar, wieder eine Personale. Im Rahmen der Ausstellung "In Bildern leben" ist auch das 2010 entstandene Filmporträt "Elfriede Mejchar - Ein Leben mit Fotografie" zu sehen. Die von Alexandra Schantl kuratierte Schau wird ab übermorgen, Samstag, bis 24. Mai gezeigt.
Mejchar, geboren 1924 in Wien und aufgewachsen in Ruprechtshofen/St. Leonhard (Bezirk Melk), erlernte das Fotografenhandwerk in Norddeutschland, legte 1961 die Meisterprüfung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien ab und arbeitete von 1952 bis 1984 als Fotografin für das österreichische Bundesdenkmalamt. Darüber hinaus dokumentierte sie im Auftrag des Instituts für Bauforschung an der Technischen Universität Wien zahlreiche Industriebauten. Parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit entwickelte sie dabei in ihrer künstlerischen Arbeit einen unverwechselbaren Stil.
"Die im Berufsleben gesammelte Routine im genauen, nur am Objekt orientierten und quasi selbstlosen Hinschauen kam ihr auch bei der künstlerischen Arbeit zugute: So entwickelte sie nicht nur einen besonderen Blick für die Eigenart und Einmaligkeit von scheinbar alltäglichen Motiven, sondern vor allem auch - gewissermaßen als Kontrapunkt zu den vielen ästhetischen Dingen, von denen sie berufsbedingt stets umgeben war - ein Gespür für die Schönheit des Hässlichen, in dem ein Memento mori mitschwingt", so Kuratorin Schantl.
Beginnend mit den Aufnahmen vom Kriegsflugplatz Markersdorf, den Mejchar seit 1946/47 bis in die Gegenwart immer wieder fotografisch dokumentiert hat, werden in St. Pölten für ihr Oeuvre repräsentative Werkgruppen gezeigt. Ihre typischen Blumenbilder werden ebenso vertreten sein wie die in collageartiger Manier gestaltete Serien "Die geliehene Identität" oder "Gegrillte Phantasie".














