"Es gibt eine große Glücksindustrie"
Klaus Eckl zur Premiere seines neuen Soloprogramms "Alles bestens, aber".

Foto © www.klauseckel.at
Am Dienstag bringen Sie die Premiere Ihres neuen Soloprogramms "Alles bestens, aber" im Theatercafé heraus. Warum Graz?
KLAUS ECKEL: Dort habe ich mit dem Kabarett begonnen. Mein allererster Auftritt war beim Wettbewerb Kleinkunst-Vogel. Ich habe immer gute Erfahrungen gemacht und deswegen jetzt die Premiere in Graz.
In Ihrem letzten Programm "Not sucht Ausgang" haben Sie einen Fritz Weninger auf die Bühne geschickt. Nun auch wieder?
ECKEL: Nein, diesmal kommt der Klaus Eckel selber. Manchmal schlüpft er in die Rolle einer Kunstfigur.
Könnten Sie ein paar zweckdienliche Hinweise geben?
ECKEL: Formal ist es sehr nummernhaft aufgebaut. In der ersten Hälfte geht es um einen Menschen, der ein Misanthrop und unzufrieden ist. Einer, der sehr viele Missstände in der Gesellschaft anprangert. Durchaus berechtigt. Aber dadurch latent gesundheitlich angeschlagen ist. In der zweiten Halbzeit geht es eigentlich darum, wie Menschen, die ein negatives Denken haben, zu Zufriedenheit gelangen. Da versuche ich ganz absurde Übungen, wie der Mensch zufrieden wird.
Wie gelingt uns das?
ECKEL: Eh nicht. Man scheitert immer daran. Je mehr man sich darum bemüht, zufrieden zu sein, umso mehr entfernt man sich davon. Es gibt eine große Glücksindustrie, in der sich wahnsinnig viele Menschen damit beschäftigen, andere glücklich zu machen.
"Alles bestens, aber". Von Klaus Eckel. Premiere heute, 20 Uhr, Hin & Wider im Theatercafé Graz. Bis 27. Feber. Karten: Tel. (0 31 6) 84 20 43.















