Michael Dewitte wehrt sich gegen Vorwürfe

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Seit Mitte Jänner dominiert der zum Kriminalfall gewordene Konflikt um den ehemaligen Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele, Michael Dewitte, nicht nur die lokalen Kulturseiten. Wie schon in seinem ORF-Interview Ende Jänner, ist der fristlos entlassene und bei der Staatsanwaltschaft angezeigte Dewitte jetzt erneut in die Gegenoffensive gegangen.
In den Salzburger Nachrichten (SN) wehrt sich Dewitte gegen alle Vorwürfe. Aus seiner Heimat Belgien stellte er sich als gänzlich schuldlos dar und kündigte an, jederzeit nach Österreich zu kommen, "wenn der Staat ruft".
Als Ursache für den aktuellen Krach nannte Dewitte die immer schwierigeren finanziellen Umstände und die "immer neuen und höheren Honorarforderungen der Berliner Philharmoniker". "Klarerweise bin ich davon ausgegangen, dass die Berichte und Bilanzen gelesen wurden, dass man sich den Aufwand angesehen hat, und nachgefragt hätte, wenn beispielsweise Spesen oder meine von der Aufbringung von Sponsorengeldern abhängigen Bezugsteile unklar gewesen oder zu hoch erschienen wären."
"Es ist mir auch unverständlich, wie man internationalen Wirtschaftsprüfern wie Deloitte und Ernst Young vorwerfen kann, sie hätten Scheinprüfungen vorgenommen. Ich habe zwölf Jahre lang in den Kuratoriumssitzungen eine Entlastung für das jeweils vorangegangene Jahr bekommen. Kaum jemand hat Einsicht in die Prüfungsberichte verlangt, wobei ich betonen will, dass diese Berichte immer offen gelegt wurden", so Dewitte.
Auch von Unregelmäßigkeiten seines eigenen Gehaltes will Dewitte nichts wissen: "Es ist eine absurde Behauptung, mein Gehalt hätte seit dem Stand von 1999 nie erhöht werden dürfen. Ich wäre damit der einzige im ganzen Festspielbetrieb in Salzburg gewesen, der keine jährliche Gehaltsanpassung bekommen hätte."
In der Anstellung seiner Frau Yvette Mavar-Dewitte sieht der ehemalige Osterfestspielgeschäftsführer ebenfalls keine Unredlichkeit. "Meine Frau hat jahrelang hart für die Osterfestspiele gearbeitet, der Erfolg in diesen zwölf Jahren wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Fast zehn Jahre lang hat sie für ihre Arbeit nichts bekommen, erst spät wurde sie angestellt."
Die hohen Spesen bezeichnete Dewitte als gut begründet oder als falsch dargestellt. Klaus Kretschmer, der ebenfalls fristlos entlassene Technische Direktor der Sommerfestspiele, habe "angemessene" Beraterhonorare bekommen. Von den diversen Firmenbeteiligungen Kretschmers habe er, Dewitte, nichts gewusst.















