Boeckl-Retrospektive nun im MMKK in Klagenfurt
Die große Herbert Boeckl Retrospektive, die im vergangenen Herbst im Wiener Belvedere zu sehen war, ist ab Donnerstag im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) zu bewundern. Die Schau ist allerdings nicht deckungsgleich mit der Wiener Ausstellung, eine Reihe von Leihgaben sind in Klagenfurt nicht zu sehen und wurden durch andere Bilder ersetzt.
Die von Agnes Husslein-Arco und Matthias Boeckl kuratierte Ausstellung ist bis zum 16. Mai geöffnet. Nicht im MMKK zu sehen sind der zwölf Meter lange Gobelin "Die Welt und der Mensch" aus der Wiener Stadthalle und der dreiteilige Altar aus der Salvatorkirche in Wien-Favoriten, die beide im Belvedere ausgestellt waren. Die Räumlichkeiten in der Klagenfurter Burg sind für so monumentale Werke schlicht zu klein. Dafür hat das MMKK acht Ölgemälde und etliche grafische Werke aus eigenen Beständen beigesteuert, dazu ist eine ganze Reihe von Leihgaben ausgestellt, die in Wien nicht Bestandteil der Ausstellung waren.
Museumsdirektorin Christine Wetzlinger-Grundnig zeigte sich vor der Vernissage am Abend denn auch sehr zufrieden mit der Schau. "Herbert Boeckl war in Kärnten zuletzt 1994 eine größere Ausstellung gewidmet, damals gab es allerdings nur grafische Werke zu sehen und keine Ölbilder." Sie hofft nun auf regen Publikumszulauf, in Wien lockte die Ausstellung laut Husslein-Arco rund 60.000 Besucher an.
Husslein-Arco zeigte sich mit dem Resultat in Klagenfurt "sehr, sehr glücklich". Es freue sie "als Direktorin des Belvedere, aber auch als Enkelin Boeckls" sehr, dass seine Arbeiten nun auch in der Heimat des Malers gezeigt werden könnten. Matthias Boeckl unterstrich, dass es sich nicht nur um eine Ausstellung, sondern auch um ein Forschungsprojekt gehandelt habe, bei dem man neben dem künstlerischen Schaffen auch das Leben seines Großvaters beleuchtet habe.











