Jakob und Rudolf Alt in der Albertina

Foto © APA
Die Schönheiten des österreichischen Kaiserreichs und der angrenzenden Länder, festgehalten von Jakob und Rudolf von Alt, sind ab Mittwoch in der Albertina zu sehen. "Im Auftrag des Kaisers", so der Untertitel der Schau, entstanden in der Blütezeit der österreichischen Aquarellmalerei zwischen 1830 und 1849 rund 300 Stadt- und Landschaftsansichten, von denen nun 120 gezeigt werden.
Abgerundet wird der Blick in die Vergangenheit mit Werken von Eduard Gurk und Leander Russ. Alle ausgestellten Werke dieser "Guckkastenserie", die Kaiser Ferdinand I. in Auftrag gab, stammen aus dem Bestand der Albertina, wie Direktor Klaus Albrecht Schröder am Dienstag erklärte. 281 der insgesamt 300 Aquarelle sind heute noch nachweisbar, 170 stammen von Vater Jakob und Sohn Rudolf von Alt. In der Albertina befinden sich 227 Werke, weitere 24 verwahrt die Nationalbibliothek, 30 lagern auf Schloss Konopiste bei Prag, wie Kuratorin Maria Luise Sternath ausführte.
Dass die Prager Werke nicht in Wien gezeigt werden können, ist ihrer Verwendung im 19. Jahrhundert geschuldet. So soll Ferdinand I. für die Betrachtung der Aquarelle einen Kasten mit einem Hohlspiegel verwendet haben, an dessen Rückseite die Blätter eingeschoben und von hinten beleuchtet wurden. Die in Prag verwahrten Werke weisen große Lichtschäden und starken Farbabrieb auf und können nicht mehr gezeigt werden. Anders die Werke der Albertina, die sich nach wie vor durch ihre Unversehrtheit auszeichnen.
Die realistische Erfassung von Wirklichkeit bildet die Voraussetzung der Bilder: Die Detailgenauigkeit lässt sich etwa in Meisterwerken wie Jakob Alts "Blick auf Rom" (1837), dem berühmten "Blick aus dem Atelier des Künstlers in der Alservorstadt gegen Dornbach" (1836) oder "Der Dom in Regensburg" (1837) ablesen.













