Kein Ende für das Nichts
Giselbert Hoke in der Galerie Schloss Porcia.

Foto © RainerEindringliche Bilder von Giselbert Hoke im Ausstellungsgewölbe
Mit Giselbert Hoke macht sich die Spittaler Galerie im Schloss Porcia anläßlich ihres 30-jährigen Bestandsjubiläums ein besonderes Geschenk. 18 Tafeln aus der Serie "Palettenbilder" und ein wandfüllender Gobelin verleihen dem Gewölbe ein besonderes Ambiente. Die in einheitlichem und großem Format gehaltenen Bilder auf Papier, aufkaschiert auf mit Leinen bespannten Holzplatten, stammen aus den letzten beiden Jahren und repräsentieren Hokes Altersthema "Neda". Das Nichts als eine Art Lebensresümee, das keineswegs Pessimismus oder Nihilismus zeitigt, sondern nüchtern und zugleich ungemein sinnlich die Konsequenzen aus einem erfüllten Leben zieht.
Nahezu einfärbige Bilder, von erdfarbenen Tönen dominiert. Im Zentrum gelbe, brauen, blaue, schwarze Flächen, in einem vielschichtigen Farbauftrag zu Abstraktionen verdichtet, die Hokes frühere Landschaften und Figuren noch erahnen lassen. Heftige Kratzspuren und kraftvolle Striche brechen die Statik der monochromen Areale auf. Sie verknüpfen sich mit zeichenhaften Elementen zu Chiffren einer eigenen Bildsprache. In ihnen steckt die unverwechselbare Handschrift Hokes, die auch in der radikalsten Form der Reduktion kraftvolle Individualität hervorbringt.
Es sind starke, eindringlich Bilder. Sie dokumentieren den Stand einer Entwicklung, die nicht im Nichts endet. "Neda" hat wohl kein Ende. Wo sein Anfang gewesen sein könnte, zeigt ein älterer, 3 mal 6 Meter großer Gobelin an der Stirnseite des Ausstellungsraumes. Sehenswert.
Features
Die Ausstellung
Giselbert Hoke. Galerie Schloss Porcia. Spittal/Drau. Mo.-Fr. 10-13 Uhr und 16-18 Uhr. Sa/So. 10-12 Uhr. Bis 12. Feb.














