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    Zuletzt aktualisiert: 22.01.2010 um 13:14 UhrKommentare

    Viele Burg-Uraufführungen in zweiter Saison-Hälfte

    Foto © APA

    In der "Baustelle des Kasinos" am Schwarzenbergplatz hat Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann am Freitag das Programm der zweiten Hälfte seiner ersten Spielzeit präsentiert. Als Highlights gelten dabei Andrea Breths "Quai West" von Bernard-Marie Koltes, die Uraufführung von Thomas Vinterbergs "Das Begräbnis" sowie Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" unter der Regie von Stefan Bachmann.

    Hartmann hat seit seinem Antritt in Wien "derart viel gearbeitet", dass er selbst im Moment "nicht mehr so ergebnisorientiert, mit einem fixen Premierendatum im Kopf" weitermachen will, wie er erklärte. Und um nicht zu einer "Repertoirebedienungsmaschine" zu werden, hat sich der Burg-Direktor mit der Ankündigung, Tolstois "Krieg und Frieden" in einer Fassung von Roland Schimmelpfennig im Kasino zu inszenieren, selbst den "größten Stolperstein" gelegt.

    Dieser Freiraum, den sich der Regisseur nun nehmen will, führt auch dazu, dass die Uraufführung von "Sie werden noch Pferdefleisch fressen!" (so der Arbeitstitel) nicht zwingend in dieser Saison realisiert werden muss, sie könnte jedoch schon im April stattfinden.

    Ganz konkret wird es hingegen bereits mit "Quai West", dessen Probenlärm sogar bis in Hartmanns Büro vordringt. Ein Stück, "das kein Box Office-Schlager ist und das man eigentlich in der Burg nicht zeigt", so Hartmann. Gerade deshalb darf man auf die mit Sven-Eric Bechtolf, Elisabeth Orth, Nicholas Ofczarek und Andrea Clausen besetzte Premiere am 6.2. Februar gespannt sein.

    Am 26. Februar folgt die Uraufführung von Sibylle Bergs "Nur Nachts" im Akademietheater. "Selten so neugierig auf etwas" ist Hartmann bei der Uraufführung von Thomas Vinterbergs "Das Begräbnis" (6. März, Burgtheater).

    Über die abgelaufene erste Hälfte der Saison konnte Hartmann fast nur Gutes berichten: 10.000 Zuschauer mehr als im Vergleichszeitraum 2008 hätte man im Herbst in Burg- und Akademietheater begrüßt, die Auslastung insgesamt liege bei ca. 87 bis 88 Prozent, die des Burgtheaters gar bei 99 Prozent.

    Quelle: APA

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